Die Schlacht vor Nabe».
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mit Diether», des Berners einzigem Bruder, der wenig älter als sieist, zurückbleiben. Dietrich befiehlt sie auf Leben und Ehre dem altenHelden Elsan. Niemals sollen sie auch nur vor das Tor kommen;mit eigener Hand droht er den Pfleger zu töten, wenn ihnen irgendLeides geschehe. Er bricht nun mit dem Heere gegen Raben auf, woErmenrichs Kriegsmacht liegt. Den Jünglingen aber ist herzlich leid,daß man sie nicht mitgenommen. Sie knicen vor ihrem MeisterElsan nieder und küssen ihm die Hände, daß er sie nur wenig vordie Stadt reiten lasse, all den herrlichen Ban zu sehen. Er wider-steht nicht ihren Bitten, und eh' er noch sich gerichtet, sie zu begleiten,sind sie schon znr Stadt hinaus. Es nahet schon dem Herbste, wodie Nebel stark sind; so kommen die drei Jünglinge auf einen un-rechten Weg, der sie über die weite Heide gegen Raben führt. Elsa»eilt ihnen nach und findet sie nirgends um die Stadt; laut ruft undjammert er, ihm antwortet niemand. Vor dichtem Nebel kann er sieauch auf der Heide nicht erschauen. Den ganzen Tag streichen siehin und übernachten in einem Tal im Freien. Am Morgen reitensie weiter, gegen dem Meere nieder. Diether fängt an, diese Irrfahrtzu bereuen. Als aber der Nebel weicht und heiter die Sonne scheint,da bewundern Etzels Söhne die Herrlichkeit des Landes, darin derBerner immer mit Freuden wohnen sollte. Jetzt erblickten sie denRecken Wittich, der männlich unter seinem Schilde hält. Sie wollendiesen Verräter an Diethern und seinem Bruder sogleich angreifen,obschon sie, statt Harnischs, nur Sommerkleider anhaben. Umsonstwarnt Wittich mehrmals. Scharpf reitet zuerst ihn an und schlägtihm starke Wunden; da zuckt Wittich mit Grimm das Schwert Miming;mit gespaltenem Haupt schießt der Jüngling vom Rosse. Wär' erznm Manne erwachsen, ihm hätten alle Reiche dienen müssen. Ortwill den Bruder rächen und erleidet gleichen Tod, obschon Diether ihmbeigestanden. Dieser kämpft noch bis zum Abend zu Fuße; seineSchnelligkeit, darin ihm niemand gleich ist, fristet ihn so lange; zuletztfällt auch er, durch das Achselbein bis auf den Gürtel gehauen. Ihnbetrauert Wittich, Dietrichs Zorn fürchtend; er will zu Rosse steigen,aber die Kraft versagt ihm, und er muß sich auf der Heide nieder-legen. All dies geschieht um die Zeit zwölftägiger Schlacht, worinErmenrich bei Raben von dem Berner besiegt wird. Er entflieht zurStadt; den Verräter Sibich fängt der treue Eckhard und führt ihn,gner auf das Roß gebunden, durch das Heer. Dietrich freut sich aufder Walstatt des Sieges; da kommt Elsan und meldet, daß er diejungen Könige verloren. Mit eigenen Händen, wie gedroht war,schlägt Dietrich ihm das Haupt ab. Die drei Erschlagenen werdenauf der Heide gefunden. Dietrich küßt sie in die Wunden, verflucht