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Lesebuch für das dritte Schuljahr / bearb. von der thurgauischen Lehrmittelkommission ; [Buchschmuck von Carl Roesch]
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Und mach ich den Rücken dabei oft krumm,

ſo iſt es doch luſtig, zu wandeln rundum,rundum, rundum.

3. Ich bin der Küfer; ich binde das Faß,

und würd ich ein Herr, was hülfe mir das?

Ich wäre nicht beſſer, nicht froher darum

und wär auch nicht fleißig und ginge rundum,rundum, rundum.

84. Die Stadtmaus und die Feldmaus.

1. Eine Stadtmaus ging ſpazieren und kam zu einerFeldmaus. Dieſe bewirtete ſie mit Eicheln, Gerſte und Nüſſen;aber die Stadtmaus ſprach: Du biſt eine arme Maus; waswillſt du hier in Armut leben? Komm mit mir; du mußtgenug haben von allerlei köſtlicher Speiſe.

2. Die Feldmaus zog mit ihr hin in ein herrliches, ſchönesHaus. Hier wohnte die Stadtmaus. Da fanden ſie Brot, Käſe,Speck, Wurſt und Butter zur Genüge. Die Stadtmaus ſprach: Nun und ſei guter Dinge! Solche Speiſe habe ich täglich im Überfluſſe.

Gerne folgte die Feldmaus der Einladung. Doch baldkam die Köchin und klirrte mit den Schlüſſeln an der Tür.Die Mäuſe erſchraken und liefen davon. Die Stadtmaus fandbald ihr Loch; aber die Feldmaus wußte nirgends hin. Sielief die Wand auf und ab und rettete mit Not ihr Leben.

3. Als die Köchin wieder draußen war, ſprach die Stadtmaus:Es hat nun keine Not mehr; darum laß uns wieder guter Dingeſein! Aber die Feldmaus antwortete: Du haſt gut reden. Dufindeſt bald einen Ausweg, während ich ſchier vor Angſt ſterbe.Ich will dir ſagen, was meine Meinung iſt: Bleibe du eine reicheStadtmaus und Würſte und Speck. Ich will wieder ein armesFeldmäuschen ſein und meine Eicheln eſſen. Du biſt keinen Augen-blick ſicher vor den Menſchen, den Katzen und vor ſo vielen Mäuſe-fallen, und das ganze Haus iſt dir feind; ich aber lebe viel ſichererund freier auf meinem Felde.