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Der liebe Gott auf dem Stuhl aber sprach mit mächtiger Stimme:„Wer will die Hand verteidigen“ ?
Darauf ward eine grosse Stille, dass man die Flügel rauschenhörte.
5 Da sprach er weiter: „Zeichne sie“! Und ein Engel flog her-vor; der hatte ein glühendes Eisen und näherte sich der Hand.
„Meine Hand“! schluchzte das Kind; „er wird mir meine Handverbrennen“!
Aber da stürzte der Engel, welcher der Mutter glich, vor, und10 wie das Kind genau hinblickte, sah es wirklich seine Mutter. Siefiel vor dem hohen Stuhle nieder, hob ihre Hände auf und rief:„Gebt mir die Hand meines Kindes! Ich will die Strafe auf michnehmen! Ich will die Schuld meines Kindes tragen“!
Da nickte der liebe Gott, und der Strafengel mit dem glühenden15 Eisen zog ihr damit einen Streifen um ihre rechte Hand. Aberdie Hand wurde nicht versengt davon, sondern wo er hingetroffenhatte, blühten rote und weisse Rosen auf, und zuletzt hatte sie einRosenarmband umhängen. Darnach trat der Engel, der die Kinder-hand hielt, zu ihr, küsste sie auf die Stirne und sprach: „Mutter-20 liebe ist über alle Kraft auf der Erde“. Und er führte sie dorthin,wo das Kind stand, und setzte ihm die Hand an das Ärmchen, undder liebe Gott auf dem Stuhle sprach: „Ehre Vater und Mutter,auf dass es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden“!
Da umfasste die Mutter das Kind und nahm es auf den Arm,25 und sie flogen tiefer und tiefer.-
Mit einemmal lag es im Bett, und die Mutter stand bei ihm,und es war Morgen. Die Mutter hielt wirklich den Arm um dasKind geschlungen, trocknete ihm die Tränen ab und streichelte ihmleise und liebreich das blonde Haar. Aber das Kind wollte nicht3° aufhören, zu schluchzen.
„Mutter“, sagte es, „du bist meine allerliebste Mutter, und siesollen mir ganz gewiss die Hand verbrennen, wenn sie dich wiederschlägt“ ! Viktor Biathgen.
Jfc 1844.
135.
a.
Sie stehen an Norwegens Strand,
Sind fieissig in des Schneiders Hand,Und auch an einem WassertierSeht ihr sie wohl; wer nennt sie mir?
Otto Sutermeister.
Rätsel.
b.
Es tut’s der Ofen, wenn er schlecht;Es tut’s der Schornstein eben recht;
Es tut’s der Vater mit Qenuss;
Doch tut’s das Büblein, gibt’s Verdruss.
Otto Sutermeister.