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bstochen, und umhi a den Alpdorfeten hein sie zum Stössen undLüften (Heben) die gresste Stickeni Chäs brucht anstatt Steinen.Hingägen wenn sie dermit eppen es arms Mandli hätten seilen er-frewen (erfreuen), so hätt’ es se den schon gruwen.
5 Aber das Tryben bet es gäihs (jähes) und trurigs End gno.
Eis amen Aben ist es chlys, bruns Mandli mit emen wyssenBart in eini von denen Hitten cho und het die Gsellen bäten umes Nachtässen und es Öliger (Lagerstätte). Der teilst (flotteste)vo den Sennen ist soglych ins Milchgaden anhi ggangen und het10 dem Zwergli es Muttli (Gepse) voll Milch und en tiechtige BitzGauss (Zieger) greicht. Bivor aber das Mandli het zuegriffen,het es d’Händ zämenghäben zu mene Gebät. Due hein die Sennenuf ein Chlapf agfangen lutuf lachen und das chlyn Persenli us-zhelken. Eine ist ggangen und het ihm de Chopf rekta (geradewegs)15 in d’ Milch inhigsteckt, und en andere het ihm e grosse Schapf(Guss) Wyn in d’Milch ghyt und gseit: „Seh, nimm’se nummen,i han dr se jetzt gsägnet“!
Da ist ne das Mandli zletzti etwischt und ist flät (schnell) dürd’Weid us gsprungen. Vergäbes hein sie-n-ihm Steine nahi griehrt;20 keine het’s troffen. Aber ob (bevor) das Zwergli verschwunden ist,ist es uf ene grosse Hollen (Felsstück) ufigliffen und het en grosseBischel Gras old Bluemen in dr Hand ghäben und rieft mit luter,schuriger Stimm: „Dr Sägen ist vo diesen Chrütren gwichen!Wofir nyt danket wird, das ist erschlichen. Was bishar gwaxen ist25 fir Chieh und Geissen, das seil in Zuekunft Fliekichrut denn heissen“!
Und von da an het sich d’s Blatt gewendet. D’Chieh undd’Geissen und d’Benzen (Schafe) hein bald nyt meh wellen fressenund kei Milch meh ggän. Sumi (einige) hein sich in gfährligiBänder verliffen und sin in d’Lamm (S’chlund) abhi gstirzt; sumi sin30 chrank worden vorn scharfen, brennigen Saft in denen verdicktenChriteren, so dass sie se hein miessen teten. Bald het chum mehes einzigs Tschämeli (Kalb oder Rind) old Geissi uf der Alp sinNahrig gfunden. De Namen „Trift“ het sie bhalten bis uf de hitigTag; doch ist sie jetz gressteteils vergletscheret old mit wiestem35 Guter (Geröll) überschittet.
Das bitter, wolfsmilchig Fliekichrut chunt no geng hifig (häufig)vor an den Waldrändern; aber d’s Veh wän sich leidig (es wäreihm zuwider), wenn’s nyt anders z’essen hätt.
Diz Chrut seil en Warnig sin fir alli Menschen, wa d’s Gebät40 verachten“. H. Ledermann.
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