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in den blauen Fluten sich tummeln. Die Fischer bleiben gewöhn-lich einen Tag und eine Nacht aus, und ein einzelnes, von zweiFischern bemanntes Boot kann bis 500 Langusten erbeuten. Diedeutsche Fabrik bezahlt das Stück mit 8 Centavos (etwa 14 Centi-mes); die neue, französische zahlt 11 Centavos. In Valparaiso werden 5sie lebend zu 2 Pesos (Fr. 3. 40) und tot zu 1 Peso das Stückverkauft. Laut dem Bericht meines Vetters wurden von 20 Fischern(den Söhnen von Kolonisten) mit 8 Booten im Jahr 1903 nichtweniger als 100,000 lebende und tote Hummer an die beiden Lan-gustengesellschaften verkauft und durch diese nach Valparaiso ge- 10liefert.
Beim Weiterwandern fanden wir eine Art Heidelbeeren, die teil-weise hohe Büsche bilden. Die kleinen, braunen Früchte schmeckenwundervoll würzig und erfrischend, und ich musste meinen jungenBegleiter fast mit Gewalt davon wegtreiben. 15
Mit Freuden begrüsse ich die erste Pangue. Luiz Alberto pflückteinige junge Stengel; die roten wirft er weg und bringt mir nurdie weissen zum Essen. Die Pangue Gunnera peltata gehört zu denberühmtesten Pflanzen der Insel. Sie scheinen mir zu der Familieder Rhabarber zu gehören. Eine Gruppe Pangue sieht ganz wun- 20dervoll aus, und eines dieser Riesenblätter bildet den prächtigstenRegenschirm, den man sich wünschen kann. — In einer schattigenSchlucht treffen wir wunderbare Farnkräuter der mannigfachstenArten und Grössen; einige von ihnen erreichen die Höhe unsererBäume. 25
Aber der Preis gehört doch den Chontapalmen, die man bisherin keinem andern Lande gefunden hat. Wie Säulen streben sie 12bis 15 Meter hoch empor. Der schöne, hellgelbe Stamm mit denschwarzen Adern eignet sich für prächtige Spazierstöcke. Ihr Mark,das wie Nuss und Mandeln schmecken soll, diente Alexander Selkirk 30zur Nahrung. Meist zu kleinen Gruppen vereint, wuchs die Chonta-palme seinerzeit sehr üppig auf dieser Insel, bis die alles zerstörendeMenschenhand auch mit ihr zu sehr aufräumte. Jetzt hat die Re-gierung ein Verbot erlassen, sie zu schneiden.
213. h. Die Kolonisten. Der Abschied.
Den 29. März. 35
Mein letzter Tag auf der schönen Insel! Immer wieder steheich vorn Schreiben auf und schaue mich um, als ob ich mir ihreSchönheit auf ewig einprägen wollte.