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Band I.
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ihnen! Milch und Wasser sind für die Kinder die besten, ja einzig rich-tigen Getränke.

Franz: Aber Alberts Vater sagte, ein Glas Most, Bier oderWein schade einem gesunden Knaben oder Mädchen nicht.

5 Anton: Ja, vorn Bier heisst es sogar, es sei nahrhaft.

Vater: Es ist wahr, das Bier enthält etwas Nährstoffe. Doch hatein Stücklein Brot deren mehr, als ein ganzer Liter Bier. Man hatnachgewiesen, dass das Bier als Nahrungsmittel achtmal mehr kostet,als es wert ist. Wer also für einen Franken Brot kauft, bekommt10 so viel für seine Ernährung, als wenn er acht Franken für Bierausgibt. Der Wein enthält gar keine Nährstoffe. Wenn ein erwach-sener Mensch richtig gegessen hat, so mag er ein Glas Wein trin-ken; wenn er aber nur ungenügend essen konnte oder wollte, sohilft ihm der Wein für einige Zeit; doch allmählich zerstört er seine15 Gesundheit. Man kann vorhandene Kräfte mit dem Wein antreiben,ungenügende aber erschöpfen. Wer sein Ross wohl gefüttert hat,der mag ihm die Peitsche geben; wer aber bloss mit der Peitschefahren will, wird nicht weit kommen. Der Wein ist Peitsche, nichtHafer, ist Reizmittel, nicht Nahrung.

20 Anton: Warum sind aber alle diese Getränke für uns schädlich?

Vater: Most, Bier, Wein und Branntwein enthalten ein Gift.Das ist der Alkohol. Der ist ein gar schlimmer Geselle, ob er indem einen oder andern Getränke hause. Ein berühmter Arzt hateinmal mit 10—15 Jahre alten Schülern folgenden Versuch ange-25 stellt: einen Monat lang gab er ihnen keine geistigen Getränke.Die Kinder waren fröhlich und heiter, aufmerksam und fleissig. Imandern Monat bekamen sie am Mittag und Abend je einen Dezi-liter leichten Wein, der noch mit einem Deziliter Wasser vermischtwurde. Doch die Schüler waren nicht mehr so frisch und geweckt.30 Sie zeigten sich nervös, schläfrig und weniger aufmerksam. Darumweg mit dem Glase, das für die Kinder nur Gift enthält!

Franz and Anton: Ja, ja weg mit ihm! Dafür den Milchkrugher! Gewiss sind die alten Eidgenossen durch ihn so gesund undstark geworden.

Aus dem Primarschullesebuch von St. Gallen.