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Band I.
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Das fertige Brot zeigt die Höhlungen, die von der Kohlensäureverursacht worden sind; c zahlreicher sie sind, um so verdaulicherist es. Viele Leute lieben das frische Brot, obgleich es nicht leichtzu verdauen ist. Das Brot verliert nach ein paar Tagen seine Weich-5 heit, büsst aber deswegen nichts von seinem Nährwerte ein. Gebäckeaus Weissmehl besitzen einen um so grösseren Nährwert, je mehrMilch, Eier, Butter und Zucker sie enthalten.

Nach dem Primarschullesebuch von St. Gallen.

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238. 7)ie Xurtsijeden Jag glücklich zu sein.

„Ja, wer die kennte “ / denkst du. Freilich , ich versiehe sieauch nicht ganz; aber etwas davon habe ich doch in Erfahrung10 gebracht; versuch’s einmal, ob’s hilft! Also: Nimm dir jedenMorgen vor, heute jemand zu erfreuen und, soviel du kannst,glücklich zu machen. Geh’ dann an deine Arbeit und tue vorallem deine Pflicht! Du wirst froh und heiter dabei sein; dennein rechtschaffener Gedanke macht froh. Suche sodann deinen15 Vorsatz auszuführen, wo sich dir Gelegenheit dazu bietet! Du wirstnicht lange darauf zu warten haben. Es braucht nichts Grosseszu sein, was du dem andern schenkst oder bereitest; tue es nurmit freundlichem Blick und Gedanken, und es wird gut sein.

Doppelt glücklich aber wirst du sein, wenn dein Nebenmensch20 den gleichen Vorsatz gefasst hat , wie du, und er sendet dir nununverhofft etwas Freundliches in dein Haus oder in dein Herz.

Das ist die schönste geheime Verbindung der Menschen, wennjeder daran denkt, die kurze Lebenszeit, die er hier neben demandern zubringt, diesem, soviel er vermag, mit allem Guten und25 Schönen auszufüllen.

Und höher steigt diese Liebe, wenn man daran denkt, etwaszu tun, was dem Allgemeinen, der Gemeinde, dem Staate, derNation, der Menschheit zugute kommt. Dieser Gedanke gibt jedemMenschen, so klein und beschränkt auch sein Leben sei, eine innere30 Würde und Hoheit, eine Glückseligkeit, die über alle kleinernPlagen, über alle Trennungen hinaus hebt und den Menschen mitsich und mit der Welt einig macht — durch die Liebe.

Berthold Auerbach.

1812 — 1882 . '