Band 
Band I.
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IV. Briefe

239. An einen erkrankten Mitschüler.

Lieber Freund!

Bern, den 6. Nov. 19

Es tut mir sehr leid, dass Du unwohl geworden bist. Hoffentlichbist Du nicht von einer ernsten Krankheit befallen. Alle unsereFreunde bedauern es, dass Du nicht in die Schule kommen kannst. 5Sie lassen Dich herzlich grossen und wünschen Dir, wie auch ich,recht baldige Besserung. Wenn Du es wünschest, so werde ich Dirjeden Tag unsere Hausaufgaben mitteilen.

In der Hoffnung, Dich recht bald wieder gesund zu sehen, bleibeich mit herzlichen Grüssen 10

Dein Freund

Otto Grimm.

240. Antwort.

Bern, den 7. Nov. 19 . .

Lieber Otto!

Für Dein liebes Briefchen danke ich Dir bestens. Zum Glücke 15bin ich nicht ernstlich krank. Offenbar habe ich mich nur etwaserkältet. Infolge davon haben sich Husten und Schnupfen eingestellt.Meine lieben Eltern hielten es deshalb für ratsam, dass ich einigeTage zu Hause im warmen Zimmer bleibe. Es geht mir schon besser,und ich hoffe, die Schule bald wieder besuchen zu können. Sage 20unsern Schulkameraden auch einen freundlichen Gross von mir. Sehrdankbar werde ich Dir sein, wenn Du mir die Hausaufgaben bis da-hin jeden Tag mitteilst.

Im voraus sagt Dir besten Dank für Deine Gefälligkeit

Dein 25

Ernst Wörner.