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Band I.
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merkt photographierte. Die Aufnahme geschah offenbar in dem Augen-blick, da wir im Begriffe waren, den Heuern ihr „Znüni“ auf das Feldzu bringen. Konrad und ich tragen den schweren Imbisskorb, währendKlara stolz mit dem grossen Kaffeekrug vorausschreitet. Gewisswird Euch das Bild ebensosehr gefallen, wie es mich erfreut hat.

Letzten Samstag trat trübes Wetter ein. Das Heuen musstedeshalb eingestellt werden, und schon machten wir uns darauf gefasst,einen recht langweiligen Tag verleben zu müssen. Aber der liebeOnkel, der stets auf Erheiterung sinnt, wusste schon Bat. Wir gingenzusammen auf den Fischfang. Ihr wisst ja, das der Onkel vor Jahrendas Beeilt, im Dorfbach fischen zu dürfen, um eine sehr niedrigeSumme erworben hat, weil dieses Gewässerchen damals fast ganzentvölkert war. Heute aber wimmelt es völlig darin von kleinen undgrossen, prächtig rot betupften Forellen, die sehr begehrt sind und teuerbezahlt werden. Das kommt so. Jeden Herbst werden die grösserenForellen in den Kasten ausgestreut, wodurch viele kleine Eiergewonnen werden. Dann werden diese sorgfältig in feuchte Watteverpackt und nach der Stadt in die Fischzuchtanstalt gebracht, wosie bis zum Ausschlüpfen der Jungen verbleiben. Etwa Mitte Februar,wenn dies geschehen ist, kann sie der Onkel in eigens zu diesem Zweckeeingerichteten Gelassen abholen, worauf die jungen Fischlein zuTausenden dem Bach übergeben werden. So kommt es, dass nun derOnkel Jahr um Jahr für die gleiche Summe Fische verkauft, die erals einmalige Zahlung für den Bach ausgelegt hat. Dabei sind dieFische, die er zum eigenen Gebrauche behält, nicht mitgerechnet.Und nun, was glaubt Ihr wohl, wieviel Stück wir an diesem ein-zigen Tage gefangen haben ? Über zweihundert! Die Zahl wäregewiss die doppelte, wenn ich auch diejenigen hinzurechnen wollte,die wir wieder aussetzten, weil sie die gesetzlich vorgeschriebeneLänge von 23 cm nicht besassen. Wir fischten jedoch nicht mit derAngel, sondern mit sogenannten „Bähren". Das sind Netze, diean einem hölzernen Bogen befestigt sind. Diese werden so in denBach gesetzt, dass sie die ganze Breite desselben einnehmen undein Entrinnen der Fische unmöglich ist. Mit aufgestülpten Hosenwateten wir dann ungefähr 100 m durch das Bachbett abwärts, in-dem wir mit Stöcken die Fische unter den überhängenden Basen-borden aufstörten und bachabwärts ins Garn trieben, wo sie mitleichter Mühe, oft zehn und mehr Stück miteinander gefangen wurden.Diese Art Fischfang ist noch viel lustiger, als derjenige mit derAngel, und hat den Vorzug, dass die Fische dabei nicht zu leidenhaben.

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