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Band I.
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Gerne wollte ich Euch noch manches mitteilen, was Ihr mitVergnügen lesen würdet. Allein ich sehe, dass mein Brief so schonlang geworden ist, und mündlich kann ich Euch doch über manchesbesser Auskunft geben, als dies auf dem Papier geschehen könnte.5 Darum schliesse ich. Vor meiner Heimreise werdet Ihr noch einigeZeilen von mir erhalten.

Empfanget die besten Grüsse von Onkel und Tante und derganzen Familie, besonders aber von Euerm

Neuhausen, den 5. Juli 19 . . Fritz.

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249. Brief einer Schülerin an die Leute, bei denen siedie Ferien zugebracht hatte.

10 Bern, den 2. Nov. 19 . .

Liebe Freundin!

Mit herzlichem Vergnügen denke ich noch immer an die schönenTage, die ich in Euerem lieben Dörfchen verlebt habe, und ichmuss es Dir noch einmal sagen, dass es mir bei Euch ausserordent-15 lieh gefallen hat. Es war mir bei Euch heimelig wohl, und ich dankeEuch nochmals herzlich für alle genossene Liebe und Freude.

Es war das erstemal, dass ich vier Wochen lang auf dem Landeverweilte. Vor meinem Besuche hatte ich doch einige Langweilegefürchtet; aber wie sehr habe ich gerade das Gegenteil erfahren!20 Stunden und Tage schwanden unter heiterem Spiel und nützlicherBeschäftigung so schnell dahin, dass meine Heimkehr viel ehererfolgte, als mir lieb war. Es war freilich gegen das Ende des Sommers,und ein lieblicher Herbst stand vor der Tür. Allein jetzt, jetzt habenwir den Winter mit seinem Schnee, mit seinen rauhen und kurzen25 Tagen! Wie geht es Dir nun und Deinen lieben Eltern und freund-lichen Geschwistern und Eueren geschäftigen Dorfbewohnern? Istes jetzt nicht recht langweilig bei Euch? Ich bin überaus begierig,von Dir zu hören, wie Euch jetzt die Zeit verstreicht. Du wirst mireine herzliche Freude machen, wenn Du mir darüber ausführlich30 berichtest.

Sei Du samt allen lieben Deinigen gegrüsst von Deiner

Martha Ruf.

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