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Band I.
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250. Anfrage betreffend Saatkartost'eln.

St. . ., den 2. April 19 . .

Geliebter Freund!

Vielleicht infolge des vielen Regens im letzten Sommer und Herbstsind unsere Kartoffeln leider gar nicht so mehlig und gut, wie sonst;sie sind auffallend wässerig und faulen von innen heraus. Meine 5Eltern glauben überhaupt, sie seien schon ganz entartet. Dies trittja bekanntlich nach längerer oder kürzerer Zeit immer ein, wenneine und dieselbe Sorte viele Jahre lang in der gleichen Gegendangebaut wird. Deshalb ist es nützlich, ja notwendig, von Zeit zuZeit mit der Sorte zu wechseln. Dies denken auch meine Eltern zu 10tun. Nun hörten wir, Herr Gastwirt Lang habe gute Saatkartoffelnzu verkaufen. Bitte, erkundige Dich doch einmal, welche Sorte esist und wieviel der Meterzentner kostet!

In der Hoffnung auf baldige Antwort grüsst Dich bestens

<s#

Dein

August Fischer.

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251. Antwort.

M. . . ., den 3. April 19 . .

Mein lieber August!

Es geht uns mit den Kartoffeln besser, als Euch. Auch meineEltern wechseln die Sorten etwa alle fünf Jahre und haben damit 20gute Erfahrungen gemacht. Wir haben im Vorjahre magnum bonumKartoffeln gepflanzt. Sie sind vortrefflich von Geschmack, sehr meh-lig, tragen reichlich und werden nicht so leicht krank, wie mancheandere Sorten. Wer sie probiert hat, lobt sie. Meine Eltern gebenEuch gerne einen Zentner davon ab. Bei Herrn Lang habe ich sofort 25nachgefragt. Er hat sogenannte Brienzer Kartoffeln zu verkaufen.

Es ist eine mittelfrühe, vorzügliche Sorte. Der Doppelzentner kostetacht Franken. Wenn Ihr davon haben wollt, so müsst Ihr Euchbeeilen; denn die Nachfrage ist gross.

Zu weiteren Diensten ist gerne bereit

Dein

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Emil Küster.

Schmid, Lesebuch I. 2. Aufl.

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