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Band I.
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255. Entschuldigung an den jVfeisier eines JZehrlings.

Fruligen, den

Geehrter Herr!

Sie haben gewiss erwartet, dass mein Bruder, wie er es ver-sprochen hatte, am Montag wieder bei Ihnen eintreffen werde.5 Dies war auch in der Tat seine Absicht; leider wurde er aber plötz-lich so krank, dass seine Rückkehr unmöglich wurde. Auch weissman noch nicht, wann sie erfolgen kann; denn trotz ärztlicherHilfe und sorgfältiger Pflege ist die Krankheit noch nicht be-seitigt. Immerhin glaubt der Arzt, die Versicherung geben zu10 können, dass der Kranke in vierzehn Tagen wieder hergestelltsein werde.

Meine Eltern haben mich nun beauftragt, Ihnen von diesembedauerlichen Vorfalle Nachricht zu geben. Es ist' ihnen rechtleid, dass mein Bruder auf solche Art verhindert wurde, recht-15 zeitig bei seinem Meister sich wieder einzustellen.

Von ihnen und dem Kranken soll ich Ihnen freundliche Grüssevermelden, wie Sie auch höflich griisst

Ihr ergebener

Golthold Schlegel.

eS#

256. Der Täter schrybt sym Hanneli iis de Bärge hei.

Walalp, 6. Juli 1887.

Mys liebe Hanneli!

20 I muess dank mym Storze daheim, däm chätzis Gwundernäsi, esBriefli schrybe; säst geit’s übel, u das Chäbi ist imstand u machtdem Vater, wenn er hei chunt, d’s Gabi u seit: „Eh, Du hesch merverspreche, z’schrybe und hesch’s nit ghalte, gäbi, gäbi“! —

Ja, aber was soll nie so m-ene Funggeli schrybe, wo no niene25 gsy ist u nüt versteit? Emel vo Bäbene u schöne Röcklene, voBüssene u Täfeli u Schoggela u settige Sache clian Der vo da obe-n-abe nit schrybe. I will luege, was Dr säst öppe cha brichte.

Wo mer am Samstig, dr Götti, d’s Emma u di Chind, wo ufBluemestei g’gange sy, im Bahnhof sy ygstiege gsy, su isch es dervo30 g’gange wie-n-e Schnuss, u-n-inere guete Stund sy mer z’Thun gsy.Aber d’Tante ist nit uf em Bahnhof gsy, u du ha-n-ere nit chönnesäge, Du layest se grüsse u Du chämist gärn zue-re z’Sivite. (Wärseit e so?) Aber i will er es de schrybe.

Vo Thun awägg hei mer du gmeint, chönne mer de rite; aber35 es het nüt drus g’gäh; di bstellte Fuehrwärk si nit da gsy, u so