Band 
Band I.
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Denn wenn dn von dem Weine trinkstUnd drob in Trunkenheit versinkst,

So schwatzest du — daß dich der Daus! —Am Ende ein Geheimnis aus!"

45 Doch glänzten ihm die Ängelein;

Wie duftete der edle Wein!

Und auf die Kniee legte sichKlein-Pfifferling und pflegte sichBegierig an dem edlen Duft,

50 Sog ein die weingewürzte Lust.

Das Naschen sank ihm immer tiefer.

Doch dann erhob er sich; dann rief er,Indes er mit dem Finger drohte:

„Ich kenne dich! Du bist der Rote!

55 Von dir laß ich mich nicht belauern!"

Allein nicht lange möcht' es dauern,

So sog er von dem Dufte wieder;

Es rieselt' ihm durch alle Glieder.

Die Finger zuckten, um zu stippen;

60 Die Lippen spitzten sich, zu nippen,

Bis, als er dann zu tief sich beugte,

Von jenes Weines duft'ger FeuchteAn seinem Bart ein Tröpfchen blieb;

Das leckte ab der kleine Dieb.

65 Da wurde die Begierde groß;

„Ein wenig tunken will ich bloß!"

So rief das weinbegier'ge Ding.

Und also tunkte PfifferlingUnd leckte, tunkend auf und nieder,

70 Wohl hundertmal den Finger wieder.

Das Löchlein ward allmählich leer,

Das Zwerglein lustig immer mehrUnd sprach und schwatzte bald genugSo durcheinander dumm und klug.

75 Da dachte sich der Bauersmann :

„Nun ist es Zeit; nun fang' ich an!"

Er kam aus dem Versteck zutageUnd tat ans Männlein diese Frage:

„Nun, Pfifferling, sag' mir aufs best',

80 Welch Mittel ist gut gegen Pest?"

Das Männlein von dem Steine taumelt,Ein wenig mit dem Ärmchen bamnelt;

„Das weiß ich wohl", so spricht es schnell,„'S ist Eberwurz und Bibernell!