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5. „Bei Gott, der Mutz"! Prrr schwirrt ein Pfeil;Ein Schrei — und er taumelt schwerUnd verblaßt. Gott geb' ihm das ewige Heil!
Der spottet wohl nimmermehr!
6. Und der ihm so trutzigen Gruß beschied,Der war ein Schütze der Stadt,
Und er lachte: „Das war ein guter Schmied,Der den Pfeil geschmiedet hat"!
Johann Howald.1854.
298. Der schlummernde Tell.
Es schwebt um Rütlis FelsgebietEin sagenhafter Sang:
Der Tell mit Schwert und Jagdgeschoß,
Er schlummert dort im BergesschoßViel hundert Jahre lang.
2. Doch hallt des Krieges wild GedröhnDereinst durchs Vaterland,
Dann schüttelt er den Schlummer ab,
Dann steigt er aus dem Felsengrab,
Das Schwert in nerv'ger Hand.
3. Und wo der Feind am schlimmsten tobt,Tönt seiner Waste Klang;
Da schallt der Schweizer Kriegsgeschrei:
„Wir wollen tot sein oder frei"!
Wie künft'gen Siegs Gesang.
4. Doch wenn nach heißem, blnt'gem StraußDie Siegesfeuer glühn,
Dann steigt zu Rütlis FelsengrabDer alte Held, der Tell, hinabUnd legt zum Schlaf sich hin.
5. Verstehst du wohl der Sage Kern? —Wenn einst der Feind uns droht,
Dann wird im jungen SchweizerblutNoch leben unsrer Vater Mut,
Der spricht: „Frei oder tot"!
Klara (Holzmami-) Forrer.1868. .