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Band I.
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Bald wirst du genesen! Hier ist Geld;

10 Verlange, was deinem Herzen gefällt"!

„O Vater, ich sterbe; dann ist Ruh;

Dann drückst du mir meine Augen zu".

„O Sohn, mein einziger, sieh ins Licht!

Nein, du sollst leben; du stirbst mir nicht"!

15 „Zu groß, mein Vater, war unsere Not!

Die Wunde! Das Fieber! Bald bin ich tot"!

Da holt der Vater von zuhaus

Ein Brot, ein schwarzes Brot heraus.

„Sieh hier, mein Sohn, von zuhaus ein Brot,20 Das die Mutter mir zum Abschied bot!

Sie hat es gebacken; nimm und iß!

Und all dein Leid und den Tod vergiß"!

Da richtet der Kranke sich kräftig auf:

„Von zuhause Brot"! Wie griff er drauf!

25 Und er aß und aß, und wie er aß:

„O nichts von Sterben"! Und er genas.

Das Brot von zuhause, der Mutter BrotVerscheuchte den nahen, den drohenden Tod.Das Brot von zuhause, das schwarze Brot30 Färbte neu das Leben mit Morgenrot.

Johann Howald.1854 .

311. Der Bekehrte

1. „Grasmücke, sag', was flatterst duSo um das liest umher?

Du klagst und zirpest immerzu;

Ist dir das Herz so schwer"?

2. „Mein Kind, o sieh ins Nest hinein lDann weißt du meinen Gram;

Wie kann die Mutter fröhlich sein.

Der man die Kinder nahm"?

3. Der Knabe nahm die Jungen aus;Jetzt wird ihm bang und schwer;

Gr rennet hurtig fort nach HausUnd holt sie wieder her.

4. „Dran hab' ich wahrlich nicht gedacht;Verzeih' es mir, verzeih'!

Es war nicht recht, was ich gemacht;

Da hast du alle drei".,

Aug. Heinr. Hoffmann von Jallersleben.■u 1798—1874.