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315. Das emsige Völklein.
8ch schlenderte jüngsthin durch wallendes GrasAuf menschenverlassenen WegenUnd träumte mir dies und träumte mir das,
Wie sorglose Dichter es pflegen.
2. Da zeigt' mir der Zufall ein Ameisennest,Durchwimmelt von emsigen Scharen.
O Freunde, das war nun ein eigenes Fest,
Das Treiben des Volks zu gewahren!
3. Das trippelt, das zappelt hinein und hinaus,
Mit Körnern und Reisern beladen.
Der eine weicht höflich dem anderen ausAuf vielfach verschlungenen Pfaden.
4. Hier schleppt das gewaltige Baumblatt ein Paar;Sie bringen es kaum von der Stelle.
Dort schafft an dem Haus, dem geräumigen, garDer Meister, mit ihm der Geselle.
5. Dort fördert mit wankendem Schritte ein ZugDie Leiche zum sandigen Grabe;
Ein anderer verbirgt dort die Eier gar klug;
Ein dritter versteckt seine Habe.
6. O wehe! Dort stürzet ein Mauerwerk ein;
Nun rüstet sich alles zum Bauen;
Sie schütteln die Köpfe; es zappelt das Bein;
Kaum konnte dem Blicke ich trauen.
7. In mir aber klang's: Vereinigt die KraftUnd nehmt von der Ameise Kunde!
Denn was ihr vereinzelt wohl ewig nicht schafft,Gelingt euch im fröhlichen Bunde.
Pater ©all Morel.1803-1872.
31«. Am Bache.
er Mühlebach ist unsre Freud';Er gleicht uns jungen Leuten:
Er hüpft und springtUnd tobt und singtJetzt und zu allen Zeiten.
2. DaswareinschönerFrühlingstag,Als wir zu ihm gegangen,
Um für den TischHeut' frische FischDer Mutter einzufangen.