Band 
Band I.
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So bin ich froh denn hergelaufenMit meiner richtigen Ellenzahl.

Ich will nicht betteln, will verkaufen.

O, daß er käme! Rübezahl! Rübezahl!

5. Wenn dieses Päckchen ihm gefiele,

Vielleicht gar bät' er mehr sich aus.

Das wär' mir recht! Ach, gar zu vieleGleich schöne liegen noch zu Haus!

Die nähm' er alle bis zum letzten.

Ach, fiel' auf dies doch seine Wahl!

Da löst' ich ein selbst die versetzten;

Das wär' ein Jubel! Rübezahl! Rübezahl!

6. Dann trät' ich froh ins kleine ZimmerUnd riefe: „Vater, Geld genug"!

Dann zagt' er nicht; dann sagt' er nimmer:

„Ich web' euch nur ein Hungertuch"!

Dann lächelte die Mutter wiederUnd tischt' uns auf ein reichlich Mahl!

Dann jauchzten meine kleinen Brüder.

O käm', o käm' er! Rübezahl! Rübezahl"!

7. So rief der dreizehnjährige Knabe;

So stand und rief er, matt und bleich.

Umsonst; nur dann und wann ein RabeFlog durch des Gnomen altes Reich.

So stand und paßt' er Stund' auf Stunde,

Bis daß es dunkel ward im TalUnd er halblaut mit zuckendem MundeAusrief durch Tränen noch einmal: „Rübezahl"!

8. Dann ließ er still das busch'ge FleckchenUnd zitterte und sagte: „Hu"!

Und schritt mit seinem LeinwandpäckchenDem Jammer seiner Heimat zu.

Oft ruht' er aus auf moos'gen Steinen,

Matt von der Bürde, die er trug.

Ich glaub', der Vater webt dem KleinenZum Hunger- bald das Leichentuch! Rübezahl!?

Ferdinand Freiligrath.1810-1876.

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