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20 Was ist aus unserm Hans geworden?
Ein braver Mann; an Leib und Seel' gesund,
Sprach er als Greis mit stillvergnügtem Mund:
„Ich hab' mein' Sach' getan; doch allerwegenAn Gottes Segen war alles gelegen".
Johannes Brassel.1848 .
338. Die Kinder im Schnee.
&atn Winterabend still und kalt.
Drei Kinder wandern durch den Wald.
2. Sie gingen schon oft den Weg allein.
Heut flimmert der Mond mit irrem Schein.
3. Der Pfad, der sonst so kurz nach Haus,
Heut mündet er nimmer zum Wald hinaus.
4. Die kleinen Beinchen schreiten voran.
Da ragt empor der finstre Tann.
5. Sie laufen zurück und hin und her.
Sie finden im Schnee den Weg nicht mehr.
6. Es weinen die Kleinsten; wohl irrten sie weit;Kalt ist die Nacht und Schlafenszeit!
7. Sieh dort, unter Wurzeln ein trocknes Hohl;Da bettet das Schwesterchen beide wohl,
8. Trägt Moos und Laub zu ihrer Ruh'
Und deckt mit dem eignen Tüchlein sie zu.
9. Die Nacht ist kalt, vom Mond erhellt;
Es funkeln die Sterne am Himmelszelt.
10. Man hat sie gesucht mit Rufen und Schrei'n;Man hat sie gefunden beim Morgenschein.
11. Die beiden Kleinen, sie schlafen festAneinander geschmiegt im warmen Nest.
12. Den Arm gerafft voll Laub und Moos,
So fand man die and're bewegungslos.
13. So lag sie im Schnee — die Wangen rot;Die hatte geküßt der eisige Tod.
Heinrich Seidel.1842 — 1906 .