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Band I.
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9- Und ’s isch so still und heimlido;

Ulen isch so rüesig und so froh!2Tfe hört im Dorf kei Züst und ^ott;L „guete Tag" und „dank der Gott",Und „'s git gottlob e schöne Tag",Isch alles, was me höre mag.

fO. Und ’s vögeli seit: „Frili jo!potz tausig, jo, do isch er scho!

Er dringt jo in sim bsimmelsglastDur Blust und Laub in bsurst undNast" I

Und ’s Distelzwigli 1 vorne draZet ’s Sunntigröckli au scho a.

ff. Si liiilte Wäger ’s Zeiche scho;

Der Pfarrer, schint's, well zitli cho;

Gang, brich mer eis Aurikli ^ab!

Verwüschet mer der Staub nit drab!

Und, Thüngeli, leg di weidli a!

De muesch derno ne Uteie ha!

I. P. Hebel.*760— W<5.

E

353. Sonntagsseier«

Sabbatstille fließt zur ErdeLeise mit dem Morgentau;

Wie mit lächelnder GebärdeSchaut der Himmel auf die Au.

2. Von den lichten BlütenzweigenWehn die Lüfte heilend lind;Taugeschmückt die Halme neigenWie zum Beten sich im Wind.

3. Schüchtern nur die Vöglein tauschenIhren ersten Frühgesang,

Und so erst die Bäume rauschenZu der Morgenglocken Klang.

4. Sieh, auch mich, auch mich verlanget,Herr, nach deiner Sabbatruh'!

Wie die Frühlingswelt erprauget,

Prang' in meinem Herzen du!

5. Und die Seligkeit, der Friede,

Der die Seele mir durchweht,

Steig' empor in meinem Liede,

Dir ein angenehm Gebet.

Fried. Heinr. Oser.1820—1891.

' Distelzwigli: Distelfink, mittelhochdeutsch: Distelzwang; ^Aurikli: xri-mula auricula.