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4. Und diese steigt herauf. — Die Blumen alle,Sie öffnen grüßend sich dem Lichtgestirne.
Erwachend braust der Strom in wildem Falle,
Und golden legt sich's um die weiße Firne.
5. Und hell und rein des Dorfes Glocken schallen,Als ob ihr Klang ein hehres Wort verkünde:
„Licht wie die Sonne sei dein Erdenwallen,
Daß in der Sonne Reich dein Weg einst münde"!
Ernst Zahn.1867 .
367. Sommerabend
^ as ist ein Sommerabend! Rings der HimmelEJ So hell und rein; kein Wölkchen nah und fern!
'Der Halbmond steigt heraus wie eine SichelAus lichtem Silber. In den jungen Buchen5 Regt sich kein Lüftchen. Einzig nur die Vogel,
Die stattern noch vor Schlafengehen aufUnd schmettern noch zu guter Letzt einmalIhr Lied zum Himmel. — Horch! Das AbendläutenSchallt aus den Dörfern her, den See herüber10 So hell und klar; das deutet gutes WetterAuf morgen. Nebel steigen aus dem See.
Jetzt schweigen auch die Vögel; nur ganz weitSingt einer noch sein leises Abendlied. —
Das Läuten ist verstummt; der Abendglanz15 Erblaßt; die Dämm'rung steigt herauf.
Wie fährt sich's da so schön im leichten StachenAuf glatten Wellen! Nur das Ruder plätschertIn gleichem Takt; wie klingt der Kinder LiedWeit übers Wasser hin und schallt so rein,
20 Als stiegen all die Töne geradenweges
Zum Himmel auf! Das ist ein Sommerabend!
Robert R ei nick.1805 — 1852 .