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368. Scmtnctltcö.
Blaue Berge! |
Von den Bergen strömt das Leben, jReine Luft für Mensch und Vieh; !wasserbrünnlein spät und frühMüssen uns die Berge geben.
2. Frische Matten!
Grüner Klee und Dolden schießen; !An der Schmiele schlank und feinGlänzt der Tau, wie Edelstein,
Und die klaren Büchlein fließen.
3. Schlanke Bäume!
Muntrer Vögel MelodeienTönen im belaubten Reis,
Singen laut des Schöpfers preis.Kirsche, Birn' und pflaum' gedeihen.
Grüne Saaten!
Aus dem zarten Blatt enthüllt sichHalm und Ähre, schwanket schön,Wenn die milden Lüfte wehn,
Und das Körnlein wächst und füllt sich.
5. An dem FimmelStrahltdieSonn'imBrautgeschmeide;Weiße Wolken steigen auf,
Ziehn dahin im stillen Lauf.
Gottes Schäflein gehn zur Weide.
6. Herzensfrieden,
Woll' ihn Gott uns allen geben!M, dann ist die Erde schön!
Hn den Gründen, auf den höhnWacht und singt ein frohes Leben.
7. Schwarze WetterÜberziehn den himmslsbogen,
Und der Vogel singt nicht mehr.winde brausen hin und her,
Und die wilden Wasser wogen.
8. Rote Blitze
Zucken hin und zucken wieder,Leuchten über Wald und Flur.Bange harrt die Kreatur.Donnerschläge stürzen nieder.
si. Gut Gewissen!
Wer es hat und wer's bewachet,Zn den Blitz vorn WeltgerichtSchaut er und erbebet nicht,
Wenn der Grund der Erde krachet.
3. p. Hebel.
1760 — 1826 .
369. September.
Da steigt der Herbst frisch von den Bergen nieder-ttnd wie er wandert durch den grünen Wald,Gefällt's ihm nicht, daß überall das LaubDieselbe Farbe hat; er sagt: „Viel hübscher5 Jst's rot und gelb; das sieht sich lustig au"!
So spricht er, und gleich färbt der Wald sich bunt. —Und wie der Herbst drauf durch den Garten gehtUnd durch den Weinberg, spricht er: „Was ist das?Der Sommer tat so groß init seiner Hitze,
10 Und Wein und Obst hat er nicht reif gemacht?