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Schon gut, so zeig' ich, daß ich's auch versteh'"!
Und kaum gesagt, so haucht er Wein und ObstMit seinem Atem an, und siehe da,
Die Äpfel und die Pflaumen und die Trauben,
Zusehends reifen sie voll Duft und Saft! —
Drauf kommt der Herbst zur Stadt und sieht die KnabenIn ihrer Schule sitzen voller Fleiß.
Da ruft er ihnen zu: „Grüß Gott, ihr Buben!
Heut' ist Sankt Michaelistag; da gibtEs lange Ferien. Kommt zu mir aufs Land!
Ich hab' dem Wald sein Laub schön bunt geblasen;
Ich hab' dem Apfel rot gefärbt die Backen;
Ich will euch klar und blank die Augen wehen,
Und eure Backen will ich tüchtig bräunen,
Wie sich's für Jungen schickt. Versteht ihr mich" ? —
So spricht der Herbst, und jubelnd ziehn die KnabenAuf seinen Ruf durch Berg und Wald und FeldUnd kehren heim mit neuer Lust zur Arbeit.
Robert Reinick.1805 — 1852 .
570. Herbstlied.
Bunt sind schon die Wälder, !Gelb die Stoppelfelder,
Und der gerbst beginnt.
Rote Blätter fallen;
Graue Nebel wallen;
Kühler weht der N)ind.
2. wie die volle TraubeAus dem Rebenlaubepurpurfarbig strahlt!
Am Geländer reifenPfirsiche, mit StreifenNot und weiß bemalt.
3. Sieh, wie hier die DirneEmsig pflaum' und BirneIn ihr Körbchen legt!
Dort mit leichten SchrittenJene goldne CZuittenIn den Landhof trägt!
Flinke Träger springen,Und die Mädchen singen;
Alles jubelt froh.
Bunte Bänder schwebenZwischen hohen RebenAuf dem kjut von Stroh.
5. Geige tönt und FlöteBei der AbendröteUnd im Mondenglanz;
Junge winzerinnenWinken und beginnenDeutschen Ringeltanz.
Ioh. Gaudenz von Salis.;762 —;83q.