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377. Eine Frage.
ag, weisch denn selber au, du liebi Seel,
Was 's Wiehnechtchindli isch, und hesch's bidenkt?Denkwohl, i sag der's, und i freu mi druf.
O, 's isch en Engel us em Paradies5 Mil sanften Augen und mit zartem Herz.
Vom reine Himmel abe het en GottDe Chindlene zum Trost und Sege g'schickt.
Er hüetet sie am Bettli Tag und Nacht ;
Er deckt sie mit em weiche Fecke zue;
10 Und weiht er sie mit reinem Odem a,
Wird's Äugli hell und 's Bäckli rund und rot.
Er treit sie uf de Hände-n-in der G'fohr,
Günnt Blüemli für sie uf der grüene Flur;
Und stoht im Schnee und Rege d'Wiehnecht do,
15 So henkt er neu im WiehnechtchindlibaumE schöne"Früehlig in der Stube-n-ufUnd lächlet still und het si süeßi Freud',
Und Muetterliebi heißt si schöne Name.
Jo, liebi Seel, und gang vo Hus zue Hus,
20 Sag „guete Tag" und „b'hüet ich Gott" und lueg!Der Wiehnechtchindlibaum verrotet bald,
Wie alli Müetter sin im ganze Dorf.
Do hangt e Baum, nei lueg me doch und lueg!
In alle-n-Äste nüt as Zuckerbrot!
25 'S isch nit viel nutz. Die het e närschi Freud'
An ihrem Büebli, will em alles süeßUnd liebli mache, tuet em, was es will.
Gib acht, gib acht, es chunnt emol e Zyt,
Se schlaht sie d'Händ no zemmen überm Chopf30 Und seit: „Du gottlos Chind, isch das mi Dank"?
Jo weger, Müetterli, das isch di Dank!
Jetz do sieht's änderst dri ins Nochbers Huus.Scharmanti bruni Bire, welschi Nuß,
Scharmanti roti Öpfel ab der Hurt!
35 E Gufebüchsli, doch will's Gott der Heer,
Ke Gufe drinn! Vom zarte BeseriisE guldig Rüetli, schlank und nagelneu!
Lueg, so ne Muetter het ihr Chindli lieb!
Lueg, so ne Muetter zieht's verständig uf!