Band 
Band I.
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2. Maiglöcklein sind's, so rein wie Schneeesflocken;Sie läuten leise, leis' den Frühling ein.

Ihr Silberglöcklein will die Blumen lockenAus düstrer Gruft empor zum Sonnenschein. ,

3. vom Heimatdorf wandr' ich mit nackten FüßenZur Stadt und biete meine Blumen dar.

Mein Auge spricht: „Der Frühling läßt euch grüßen;Maiblumen kaust, die ersten dieses Jahr" I

4;. Ihr lieben Leute, kauft mir armen Kleinen<Lin Sträußchen dieser Blumen freundlich ab IKaust I Denn daheim um ihren Vater weinenDie Schwesterchen an seinem frischen Grab.

5. Nehmt hin die Grüße von den FrühlingskindernWem sollte nicht ihr Gruß willkommen sein!Maiblumen kauft, die bittre Not zu lindern,

Auch uns zu bringen Frühlings Sonnenschein!

Klara (!solzmann>) F; 868 .

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382. Vom Kirschbaum.

sagt, was ist ein Kirschenbaum?

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DV, In seinen Schlaf kam's wie ein Traum;In seinen Adern regt sich's leis;

In seinen Ästen bewegt sich's leis;

Noch eine einzige laue Nacht,

Und plötzlich steht er in Blütenpracht!

Jetzt schwirren die Boten rings weitum;Gesumm, Gebrumm '

Von feinsten Stimmen:

10 „Heran, ihr Immen,

Zum Feste!

Der Alte erwartet die Gäste".

Leg' dich darunter! Nach oben schau'

(Dies Funkeln im Weiß, dazwischen das Blau!)15 Und lausche: von fern und nah,

Richtig, sind schon die Bienen da!

Ganz aus ist nun die Winternacht,

Der alte Herr ganz aufgeivacht;

Behaglich rauscht er: „Laßt's euch schmecken"!20 Wie sie von allen Tellerchen schlecken!