Band 
Erster Teil.
Seite
103
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5. Und als er ging im finstern Wald,

Kam er zu einer Schmiede bald.

6. Da sah er Eisen und Stahl genug,

Ein lustig Feuer Flammen schlug.

7. „0 Meister, liebster Meister mein,

Laß du mich deinen Gesellen sein,

8. Und lehr’ du mich mit Fleiß und Acht,

Wie man die guten Schwerter macht!“

9. Siegfried den Hammer wohl schwingen kunnt’,Er schlug den Amboß in den Grund.

10. Er schlug, daß weit der Wald erklang

Und alles Eisen in Stücke sprang. r

11. Und von der letzten Eisenstang’

Macht’ er ein Schwert, so breit und lang.

12. „Nun hab’ ich geschmiedet ein gutes Schwert,Nun bin ich wie andre Ritter wert.

13. Nun schlag’ ich wie ein andrer HeldDie Riesen und Drachen in Wald und Feld.“

(Ludwig Uhland.)

107. Wie Kaiser Karl schreiben lernte.

1. Als Kaiser Karl zu Jahren kamUnd war der Große worden

Und streckte seinen Zepter ausNach Süden und nach Norden,

Da gab’s ins weite KaiserreichWohl auszuschreiben viel;

Doch der so stark den Zepter hält,

Führt schwach den Federkiel.

2. Wohl lernt’ er in der Jugend einstEin rasches Roß zu reiten,

Zu schwimmen durch den wilden Strom,

Mit Schwert und Speer zu streiten;