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147. Der Winter ist ein rechter Mann.
1. Der Winter ist ein rechter Mann, kernfest und auf die Dauer,Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an, und scheut nicht süß
noch sauer.
2. Er zieht sein Hemd im Freien an, und läßt's vorher nicht
wärmen.
Er spottet über Fluß im Zahn und Grimmen in Gedärmen.
3. Aus Blumen und aus Vogelfang weiß er sich nichts zu machen.Haßt warmen Trank und warmen Klang und alle warmen
Sachen.
4. Doch wenn die Füchse bellen sehr, wenn's Holz im Ofen knittert.Und um den Ofen Knecht und Herr die Hände reibt und zittert;
5. Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht und Teich und
Seen krachen:
Das klingt ihm gut, das haßt er nicht, dann will er tot
sich lachen.
6. Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus beim Nordpol an
dem Strande;
Doch hat er auch ein Sommerhaus im lieben Schweizerlande.
7. Da ist er denn bald dort, bald hier, gut Regiment zu führen.Und wenn er durchzieht, stehen wir und sehen ihn an und
frieren.
(M. Claudius.)
148. Fin Schneemann wird gemacht.
Über Nacht ist es Winter geworden. Während dieMädchen und Knaben in ihren warmen Betten schliefen, ister in die Stadt eingezogen. Am Morgen stehen sie auf,schauen zum Fenster hinaus und sehen seinen weißen Mantelüber Dächer und Straßen ausgebreitet.