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Wenn heute nicht Schule wäre, die Kinder würdensogleich ihre Schlitten aus der Kammer holen und in denfrischen Schnee hinausstürmen. Allein sie müssen wartenbis zum Nachmittage.
Nach der Schule beschließen drei Knaben, einen Schnee-mann zu machen. Sie gehen zusammen hinab zum Flusse.Dort ist ein großer, freier Platz, der scheint ihnen als Bau-platz gerade recht. Zuerst machen sie einen kleinen Schnee-ball; den rollen sie auf dem Boden hin, bis er zu einer Kugelanwächst, so groß und schwer, daß sie dieselbe nicht mehrfortbewegen können. Solcher Schneekugeln machen sie mehrereund legen sie aufeinander. Aus ihnen werden der Leib unddie Füße gebildet. Hernach kleben sie den dünnen Hals anund setzen den runden Kopf obenauf. Auch Arme muß derSchneemann haben, einen rechten und einen linken. Aberdiese zu machen, ist eine Kunst. Sie wollen nicht recht festhalten und fallen oftmals ab. Endlich sind sie doch ange-froren. Statt der Augen werden dpm Manne Kohlen einge-setzt; statt der Nase bekommt er ein Eisstück ins Gesicht,und in den Mund werden gleichfalls Kohlen als Zähne ein-gesteckt. Zuletzt bekommt er noch einen großen Stock inden Arm, und nun sieht er gar ernst und drohend aus. DerSchneemann ist gut gelungen, und aus Freude darüber hüpfenund springen die Knaben um ihn herum und versprechensich, ihn bis zum Frühjahr stehen zu lassen.
Des andern Tages gehen sie wieder zum Flusse. Siewollen ihren Schneemann sehen. Er steht noch eben so frischvor ihnen wie gestern. Da fällt’s dem kleinsten von ihnenein, dem Manne einen Schneeball an den Kopf zu werfen.Die andern wollen’s zwar anfangs nicht leiden; doch balddarauf werfen auch sie. Nun fliegen die Bälle von allenSeiten auf den armen Schneemann ein. Schon hat er dieNase verloren, dann ein Auge, und jetzt wackelt der Kopf;er fällt zur Erde und zerbricht in Stücke. Die Knabeln jubeln.Einer von ihnen reißt ihm den Stock aus dem Arme und