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hin und her und bohren mit ihrem feinen Stachel ein kleinesLoch hinein. Ein winziges Ei kommt dann ins grüne Blatt;der Saft strömt hinzu, und ein runder Gallapfel bildet sich.Marienkäferchen geben dem Eichbaum ihre Eier in Verwah-rung. Sie wissen schon, daß ihre Jungen auf dem Baumereiche Nahrung finden. Eine Menge verschiedener Raupenzehrt von dem Laube und puppt sich am Eichstamme ein,Schöne Eichenschmetterlinge kriechen aus ihnen hervor. DieEiche ist ihr Vaterland und ihr Ernährer. Maikäfer schmausenhier; Hirschkäfer zerreißen mit ihrem zackigen Geweih diejungen Zweige und trinken ihren Saft. Der Laubfrosch ver-birgt sich zwischen den grünen Blättern. Der Specht kommtund klopft an den Stamm und zieht die fliehenden Würmchenans Tageslicht. Sind die Eicheln reif, so halten Nuß- undEichelhäher ihre Ernte. Eichhörnchen bauen zwischen den' breiten Zweigen ihr Haus und sammeln ihren Wintervorrat.Die Holztaube hat nicht weit davon ihr Nest. Der Marderspäht nach Eiern. Der Kuckuck sucht nach Raupen, unddie Eule umschwebt zur Nachtzeit den Stamm und forschtnach einem Vögelein,
Auch den Menschen erweist sich die Eiche als garnützlich. Ihre dürren Äste wirft sie den armen Leuten herab.Ein Mütterchen sucht die Eicheln unterm Baume sorgsamzusammen. Sie will Eichelkaffee kochen fürs kranke Kind,damit es davon gesund werde. Die Galläpfel benützt derApotheker zur Bereitung der schwarzen Tinte. Die Rindeschält man nach dem Ausschlagen der Blätter ab. Sie wirdgetrocknet und gemahlen, heißt dann Lohe und dient zumGerben des Leders. Das Holz bekommt der Zimmermann.Er schlägt mächtige Eichenpfähle in den sumpfigen Bodenund baut darauf das schöne, hohe Haus. Ganze große Städtesamt den Kirchen und Türmen sind auf Eichenpfählen auf-gebaut. Am Meere zimmern die Menschen aus Eichenholzgroße Schiffe. Mit diesen fahren sie in ferne Länder undbringen Kaffee und Zucker, Tee und Gewürze nach Hause.
(H. Wagner.)