Band 
Erster Teil.
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159
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157. Die Wiesenblume.

1. Wie hat es doch die Blume,Die Wiesenblume, gut!

Sie blüht zu Gottes Ruhme,Sie blüht in Gottes Hut.

2. Mit ihrem schlichten Kleide,Von Engeln angetan.

Wird sie zur AugenweideDem ärmsten Wandersmann,(Ludwig Richter.)

158. Das Veilchen.

1, Veilchen, habt ihr euch versteckt?Immerhin, ich werd' euch finden;

Hab' ich einmal euch entdeckt,

Will ich mir ein Sträußchen binden.

2. Wo am Zaun ini frischen GrünDunkle Blätter glänzend stehen.Werden wohl die Veilchen blühn,

Und ich will sie suchen gehn.

3. Birgt euch gleich der Blätter Schoß,Wird der Duft euch doch verraten;

Leicht durchsuch' ich Gras und Moos,Wo im Tau sich Knospen baden.

4. Seht, gefunden seid ihr nun.

Freudig will ich euch jetzt pflücken.

Duftend sollt ihr bei mir ruhn

Und das kleine Tischchen schmücken. (Fr, Rückert.)

1. Veilchen, unter Gras versteckt,Wie mit Hoffnung zugedeckt,Veilchen, freue dich mit mir;Sonne kommt ja auch zu dir.

2. Sonne scheintmitLiebesscheinTief dir in dein Herz hinein.Trocknet deine Tränen dir —Veilchen, freue dich mit mir!

(Hoffmann von Fallersleben.)