Band 
Erster Teil.
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die Feuerspritzen von Ölten und Trimbach, Zofingen undAarburg auf der Unglücksstätte anlangten, wurde Wasser inden Tunnel gespritzt, um das Gas entfernen und nach und nachvordringen zu können. Doch auch dies half nichts: die Ar-beiter fielen neben den Spritzen in Ohnmacht. Ebensowenigwirkten große Strohfeuer, die man an der Mündung des Tunnelsanzündete, und ausgespannte Tücher von der Größe der Tunnel-öffnung, mit denen man das Gas hinausdrängen wollte. AmAbend des 19. zählte man bereits 11 Tote.

Indessen hatte man keine Zeit verloren, um die Vor-bereitungen zu wirksamern Angriffen zu treffen. In Aar au,Basel, Luzern und Burgdorf wurden in aller Eile hölzerneLuftröhre von zusammen 1800 Meter Länge bestellt; durch diesehoffte man mittels eines großen Ventilators, der einer „Rennle“ähnlich sah, und einer Dampfmaschine mit Gewalt frischeLuft in den Tunnel zu treiben. Am Abend des viertenTages nach der Verschüttung begann die Maschine zu ar-beiten, und bald erwies sich diese Angriffsweise als die rich-tige. Rohr um Rohr wurde gesteckt, und immer weiter konnteman vordringen. Nach zwei Tagen war man am Schachtangelangt, und der Stollen wurde wieder in Angriff genommen.

IV. Die Opfer.

Endlich, am neunten Tage der Verschüttung, war derTrümmerhaufen durchbrochen, und man konnte in die Schrek-kenshöhle eindringen. Ein scharfer Leichengeruch verbreitetesich, und bald fand man zunächst hinter dem Schachte 31,bis zur Unkenntlichkeit entstellte Tote und am folgenden Tageauch die übrigen 21. Die abgesperrten Arbeiter hatten sich,wie es scheint, nachdem sie die gefährliche Luft beim Schachtewahrgenommen, zurückgezogen und lagen sämtlich fast zu-hinterst im Stollen auf einem Gerüste in schönster Ordnungnebeneinander. Einige derselben waren noch ziemlich frisch,und die Ärzte glaubten, sie könnten drei Tage vorher nochgelebt haben. Vor dem Gerüste fand man ein geschlachtetes