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sogleich die Tat. Die Folge aber war die, daß sein Meister,der Fabrikant, ihn sogleich aus dem Dienst entließ.
Aber diese Tat der Ehrlichkeit war der erste Schritt zurAuszeichnung Colberts. Als am nächsten Tag der reicheBankier von der Sache hörte und die Ehrlichkeit Colbertserfuhr, nahm er ihn sofort in seinen Dienst. Von da an gingdes Jünglings Laufbahn aufwärts auf dem Weg der Ehren,bis er von König Ludwig XIV. zum Finanzminister Frank-reichs erwählt wurde. Seine glänzende Laufbahn schloß erim Jahre 1683 im Alter von 64 Jahren. (Cowdery.)
28, Wie Jonas ein Meister ward.
Jonas war armer Leute Kind. Sein Vater, ein Spengler,brachte sich trotz Fleiß und Ehrlichkeit nur kümmerlich durch, daes ihm an Arbeit und Bestellungen fehlte. Schließlich zog erals Kesselflicker von Dorf zu Dorf und nahm den kleinen Jonasmit. Die Bauernweiber gaben ihm Kessel und Küchengeschirr allerArt zu flicken und zu löten; niemand war geschickter, alten Plunderin neuen zu verwandeln. Bald war der Kesselflicker allerortengern gesehen und vielen willkommen.
Vater und Sohn gediehen in ihrem Landstreicherleben wun-derbar. Der kleine Jonas, in allem Wetter abgehärtet, blühtewie eine Rose. Schlecht genug gekleidet, doch dabei äußerst rein-lich gehalten, glich er zwar einem Betteljungen; aber Almosen zufordern oder zu nehmen verbot ihm der Alte mit großer Strenge.Denn er pflegte zu sagen:
Bettelbrot führt in den Kot,
Diebesbrot zum Galgentod;
Arbeit hilft aus aller Not;
Denn die Arbeit segnet Gott.
„Aber ich bin ja noch klein, Vater," bemerkte der Bube einesTages zu diesem Spruche, „was soll ich denn arbeiten?" DerVater lachte, blieb jedoch die Antwort nicht schuldig. „Siehst dudas Rotkehlchen da mit dem Strohhalm im Schnabel? Es ist