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Gundoldingen, auf St. Margarethen, wo die Höfe kirch-genössig waren, auch dem Gottesdienste beigewohnt hat, istaus seinen Aufzeichnungen nicht ersichtlich. (A. S.)
63. St. Margarethen.
Auf dem westlichen Ausläufer des Gundoldinger Höhenzugesstand schon in alten Zeiten eine Kapelle, wie St. Elisabetheneine Filiale der nun verlassenen St. Ulrichskirche beim Münster.Hier wurden stiftungsgemäße Messen gelesen und von den Um-wohnenden besucht. Sä)vn vor dem Jahre 1393 hatten sich geist-liche Frauen zu klösterlichem Leben vereinigt und hier niedergelassen;das Recht hierzu wurde ihnen nun vom Dompropst im Pergamenteverbrieft.*) So blieben sie bis zur Zeit der Reformation (1529).Mit dieser ward für Binningen-Bottmingen der Kirchgangnach dem reformiert gewordenen Oberwil geordnet; es wurden aufSt. Margarethen das Chor, der Vorschopf, die nächsten Plätze alsHausplatz verkauft und erst nur vierteljährlich, später monatlich indem reduzierten Kirchlein Gottesdienst gehalten. Nach 62 Jahrenwurde es anders. Oberwil mußte auf Befehl seines Bischofs(Christoph v. Blarer) wieder zur katholischen Religion zurückkehren,und für die reformierten Basier Untertanen zu Binningen und fürdie in den Dörfern des Birsecks reformiert Gebliebenen mußte einGotteshaus erstellt werden. Schon war man daran, das Chorund die Schöpfe zurückzukaufen, als von Pruntrut aus an dieBirsecker das Verbot erging, auf Basels Boden einen Gottesdienstzu besuchen. So blieb man auf Margarethen bei der Einrichtungdes kleinen Schiffs der Kirche, stellte Stühle darein und bessertedas bescheidene Bauwerk aus. Im Jahre 1604 begann mit PfarrerGroß der geordnete Gottesdienst. Alles war klein, Gemeinde,Kirche, das Pfarrbuch winzig klein, das Pfarrhaus gar nicht vor-handen. Schon 1615 wurde das Kirchlein etwas erweitert, 1673nach der Seite hin, wo der Platz nicht veräußert war, durch einen
*) Siehe Seite 529 des Urkundenbuchs von Baselland.