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und in die Berge jenseit des Rheins schweifen zu lassen, keinemverwehrt, hier in der Stille des Parkes sich zu ergehen und Ruheund Erholung zu suchen. Der Einsicht und dem Opfersinn unsererBehörden ist ein Werk gelungen, wofür die Bevölkerung der Stadtihnen nicht genug danken kann. (äi. S,)
64. Das Eisenbahmmglück bei Münchenstein.*)
Der 14. Juni 1891 war einer jener wenigen prachtvollenSommertage, derer man sich in diesem Jahre zu erfreuenhatte; kein Wunder daher, daß er die Stadtbevölkerung zuAusflügen aller Art lockte. In dem kaum eine Stunde ent-fernten Münchenstein feierte man zudem ein Bezirksgesangfest.Ein buntes Gewimmel von Sonntagsausflüglern herrschte vorAbgang der Nachmittagszüge auf dem Zentralbahnhof in Basel.Dicht besetzt waren die nach zwei Uhr nacheinander abgehen-den Züge, am dichtesten derjenige der Jura-Simplonbahn,der neben zahlreichen fremden, weiterreisenden PassagierenHunderte von sangesfrohen, lebenslustigen Menschen nachMünchenstein und den benachbarten Ortschaften zum Besuchedes Festes oder von Verwandten bringen sollte. Da war Freudeund Leben, und keiner dachte, daß der Zug einem furcht-baren Schicksal entgegenfuhr. Um 2.25 Uhr sollte er inMünchenstein anlangen. Schon hatte die erste der zweischweren Lokomotiven die Brücke fast passiert und befandsich mit den Vorderrädern auf dem Widerlager am jenseitigenUfer, da — ein Krach! — ein Schrei! — dann dumpfe Stille,hie und da durch Hilferufe schauerlich unterbrochen.
Innerhalb dreier Sekunden war ein gräßliches Unglückgeschehen: die Brücke eingestürzt, und drunten, im Wasserder hochgehenden Birs, lagen zerschmettert und übereinander-geschoben zwei Lokomotiven, vier Personenwagen, ein Post-und zwei Gepäckwagen; ein Personenwagen war am linkenWiderlager hängen geblieben.
*) Vergleiche S. 319 „Vorüber!»