Band 
Dritter Teil.
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lagen und mit den Fluten der hoch gehenden Birs kämpften,ein ohrenbetäubendes und markerschütterndes Jammer- undHilfsgeschrei ausstießen — ein Moment, der den herbei-geeilten Passanten in furchtbarer Erinnerung bleiben wird.

Die unversehrt davongekommenen Insassen des Zuges,das Zugspersonal, die herbeieilenden Passanten, alles machtesich an das Rettungswerk; mit wahrem Heldenmut arbeitetenda einzelne Bahnbeamte und namentlich auch die im Nu her-beigeeilte Münchensteiner Feuerwehr; vorn Dorfe her, wo diein der Kirche versammelten Sänger eben die Gesamtchöreaufführten, strömte das Volk in schwarzen Massen daher;grenzenlos, unbeschreiblich war die Verwirrung an diesem Tage.

In den Wagentrümmern waren die Unglücklichen lebendzusammengepfercht, und viele starben den Erstickungstod;andere hingen leblos an und in den Trümmern. Ein Wagen-trümmer trieb die Birs hinab, darauf zwei Damen, hände-ringend, um Hilfe schreiend, während neben ihnen ein Un-glücklicher iih letzten Todeskampfe nur noch mit den Armenaus dem Wasser ragte. Durch einige beherzte Männer wurdendie beiden Damen mit Hilfe am Ufer Stehender gerettet; einederselben erlitt außerdem einen Beinbruch und verlor ihrenkurz angetrauten Gatten.

Während wir nach Kräften dem Rettungswerke oblagen,spielten sich Szenen ab, die zu beschreiben geradezu un-möglich sind. Ein junger Mensch mit mehreren klaffendenWunden am Kopfe beteiligte sich an den Rettungsarbeiten —Vater und Mutter lagen im vordersten, ganz unter Wasserbefindlichen Wagen. Eine gerettete Dame gebärdete sich wiewahnsinnig neben ihrem toten Kinde. Die Schwerverwun-deten und die Toten lagen umher wie auf einem Schlacht-felde. Die anliegenden Gebäude wurden zu Lazaretten ein-gerichtet. Mittlerweile langte von Basel her Hilfe an, Sanitätund Pompiers, infolgedessen bessere Ordnung im Rettungs-werke entstand. Noch abends 5 Uhr wurden Lebende ausden Trümmern gehoben; ein Mann, dem eine Achse über die