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der Handwerker, der Familienvater wie der Dienstbote —alle versorgen sich auf der Messe. Aber auch Ausländer,wie Franzosen, Engländer, Italiener, Russen, Türken undGriechen mit Pelz und Fez, polnische Juden mit langem Rockund langem Bart, ja sogar Amerikaner sind auf der Messevertreten. (Hugo Weber.)
96. Am Hafen von Hamburg.
Hamburg liegt nahe der Elbemündung und ist der ersteSeehafen des europäischen Festlandes. Nähert man sich dieserStadt auf dem Dampfschiffe von Harburg aus, so erblickt maneinen ungeheuren Wald von Mastbäumen; die Luft ist vollwehender Wimpel aller Farben und Nationen. Dazwischenblähen sich ungeheure Segel auf, und schwarze Rauchwolkensteigen aus den Schornsteinen der Dampfschiffe. Dahintererheben sich die gewaltigen Speicher für die Warenvorräte.An dem mit Mauern eingefaßten Ufer wogen geschäftigeMenschen in allen Farben und Trachten auf und ab. Hierarbeiten sich Rollwagen die Uferstraße hinauf. Dazwischenjagen Droschken und Reiter, schreien Kofferträger, singenMatrosen, rufen Verkäufer ihre Waren aus, haschen Diebenach fremden Taschen und treiben sich müßige Zuschauerumher. Was die Erde Schönes und Kostbares trägt, das isthier aufgestapelt in gewaltigen Fässern, eisenbeschlagenenKisten, mächtigen Rollen und Körben; Waren, die Hundert-tausende wert sind, erscheinen wie auf die Straßen geworfen.Außer den Menschen drängen sich am Elbufer auch Schiffeund Fahrzeuge allerart durcheinander. Die einen wollen vornUfer wegfahren, lösen die mächtigen Ketten und suchen sichBahn zu machen nach dem vollen Strome; andere drängenheran nach dem Ufer oder nach den Kanälen, die in dieStadt führen; wieder andere suchen eine bequemere Halte-stelle oder steuern nach dem Zollamte. Zwischen den ge-waltigen Seeschiffen schießen buntfarbige Gondeln oder leichteFischerboote flüchtig hin und wieder. Tagelang könnte man