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6. Doch deucht mir daneben, Euch plage viel Weile.Ihr dankt mir’s wohl, wenn ich Euch Arbeit erteile?
Man rühmet, Ihr wäret der pfiffigste Mann,
Ihr hörtet das Dräschen fast wachsen, sagt man.
7. So geh’ ich denn Euern zwei tüchtigen BackenZur Kurzweil drei artige Nüsse zu knacken.
Drei Monden von nun an bestimm’ ich zur Zeit,
Dann will ich auf diese drei Fragen Bescheid.
8. Zum ersten: Wann hoch ich im fürstlichen RateZu Throne mich zeige im Kaiserornate,
Dann sollt Ihr mir sagen, ein treuer Wardein,
Wieviel ich wohl wert bis zum Heller mag sein.
9. Zum zweiten sollt Ihr mir berechnen und sagen:Wie bald ich zu Rosse die Welt mag umjagen?
Um keine Minute zu wenig und viel!
Ich weiß, der Bescheid darauf ist Euch nur Spiel.
10. Zum dritten noch sollst du, o Preis der Prälaten.Aufs Härchen mir meine Gedanken erraten.
Die will ich dann treulich bekennen: alleinEs soll auch kein Tüttelchen Wahres dran sein.
11. Und könnt Ihr mir diese drei Fragen nicht lösen,So seid Ihr die längste Zeit Abt hier gewesen;
So laß ich Euch führen zu Esel durchs Land,
Verkehrt, statt des Zaumes den Schwanz in der Hand!“
12. Drauf trabte der Kaiser mit Lachen von hinnen.Das Pfäfflein zerriß und zerspliß sich mit Sinnen.
Kein armer Verbrecher fühlt mehr Schwulität,
Der vor hochnotpeinlichem Halsgericht steht.
13. Er schickte nach ein, zwei, drei, vier Un’vers’täten,Er fragte bei ein, zwei, drei, vier Fakultäten,
Er zahlte Gebühren und Sporteln vollauf;
Doch löste kein Doktor die Fragen ihm auf.