Band 
Dritter Teil.
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14. Der Tanzbär.

Ein Bär, der lange Zeit sein Brot ertanzen müssen.

Entrann und wählte sich den ersten Aufenthalt.

Die Bären grüßten ihn mit brüderlichen Küssen

Und brummten freudig durch den Wald,

Und wo ein Bär den andern sah,

So hieß es: „Petz ist wieder da!“

Der Bär erzählte drauf, was er in fremden Landen

Für Abenteuer ausgestanden,

Was er gesehn, gehört, getan,

Und fing, da er vorn Tanzen rechte,

Als ging er noch an seiner Kette,

Auf polnisch schön zu tanzen an.

Die Brüder, die ihn tanzen sahn,

Bewunderten die Wendung seiner Glieder,

Und gleich versuchten es die Brüder;

Allein anstatt wie er zu gehn,

So konnten sie kaum aufrecht stehn,

Und mancher fiel die Länge lang darnieder.

Um desto mehr ließ sich der Tänzer sehn;

Doch seine Kunst verdroß den ganzen Haufen.

„Fort,“ schrien alle, „fort mit dir!

Du Narr willst klüger sein als wir?“

Man zwang den Petz, davonzulaufen.

* *

*

Sei nicht geschickt, man wird dich wenig hassen,

Weil dir dann jeder ähnlich ist;

Doch je geschickter du vor vielen andern bist,

Je mehr nimm dich in acht, dich prahlend sehn zu lassen.Wahr ist’s, man wird auf kurze ZeitVon deinen Künsten rühmlich sprechen;

Doch traue nicht, bald folgt der NeidUnd macht aus der GeschicklichkeitEin unvergeblich.es Verbrechen.

(Geliert.)