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Wies mir, wie man die Woge mit scharfem Schlage bricht,Wie man die Wirbel meidet und mit der Brandung ficht.Und von dem kleinen Kahne ging’s flugs ins große Schiff,Es trieben uns die Stürme um manches Felsenriff.
Ich saß auf hohem Mäste, schaut’ über Meer und Land,
Es schwebten Berg und Türme vorüber mit dem Strand.
Der Vater hieß mich merken auf jedes Vogels Flug,
Auf aller Winde Wehen, auf aller Wolken Zug,
Und bogen dann die Stürme den Mast bis in die Flut,
Und spritzten dann die Wogen hoch über meinen Hut,
Da sah der Vater prüfend mir in das Angesicht; —
Ich saß in meinem Korbe und rüttelte mich nicht.
Da sprach er, und die Wange ward ihm wie Blut so rot:
„Glück zu auf deinem Mäste, du kleiner Hydriot!“
Und heute gab der Vater ein Schwert mir in die HandUnd weihte mich zum Kämpfer für Gott und Vaterland.
Er maß mich mit den Blicken vorn Kopf bis zu den Zehn;Mir war’s, als tät’ sein Auge hinab ins Herz mir sehn.
Und hielt mein Schwert gen Himmel und schaut’ ihn sicher anUnd deuchte mich zur Stunde nicht schlechter als ein Mann.Da sprach er, und die Wange ward ihm wie Blut so rot:
„Glück zu mit deinem Schwerte, du kleiner Hydriot!“
(W. Müller.)
104. Aus „Wilhelm Teil“.
III. Auszug, I. Szene.
Ort: Hof vor Teils Hause.
Teil mit der Zimmeraxt, Hedwig mit einer häuslichen Arbeit beschäftigt.Walter und Wilhelm spielen im Hintergründe mit einer kleinen Armbrust.
Walter (singt). Mit dem Pfeil, dem Bogen,
Durch Gehirg und Tal,
Kommt der Schütz gezogenFrüh am Morgenstrahl.
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