Band 
Dritter Teil.
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Wie im Reich der LüfteKönig ist der Weih,

Durch Gebirg und KlüfteHerrscht der Schütze frei.

Ihm gehört das Weite,

Was sein Pfeil erreicht,

Das ist seine Beute,

Was da kreucht und fleucht.

(Kommt gesprungen.)

Der Strang ist mir entzwei. Mach mir ihn, Vater!

TeU. Ich nicht. Ein rechter Schütze hilft sich selbst.

(Knaben entfernen sich.)

Hedwig. Die Knaben fangen zeitig an zu schießen.

Teil. Früh übt sich, was ein Meister werden will.Hedwig. Ach, wollte Gott, sie lernten’s nie!

Teil. Sie sollen alles lernen. Wer durchs LebenSich frisch will schlagen, muß zu Schutz und TrutzGerüstet sein.

Hedivig. Ach, es wird keiner seine Ruh’

Zu Hause finden!

Teil. Mutter, ich kann’s auch nicht.

Zum Hirten hat Natur mich nicht gebildet;

Rastlos muß ich ein flüchtig Ziel verfolgen.

Dann erst genieß’ ich meines Lebens recht,

Wenn ich mir’s jeden Tag aufs neu erbeute.

Hedwig. Und an die Angst der Hausfrau denkst du nicht,Die sich indessen, deiner wartend, härmt.

Denn mich erfüllt’s mit Grausen, was die KnechteVon euren Wagefahrten sich erzählen.

Bei jedem Abschied zittert mir das Herz,

Daß du mir nimmer werdest wiederkehren.

Ich sehe dich im wilden Eisgebirg

Verirrt, von einer Klippe zu der andern

Den Fehlsprung tun, seh’, wie die Gemse dich