Angriff der Emmentaler unterlaufen, wird aufgehoben und aufden Nacken geworfen, als ob er nie gestanden hätte. Er warnun gezwungen, von fernerem Kampfe abzustehen, da es ihmscheinen wollte, als sei das Genick so etwas „ins Ungleis" ge-kommen.
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Jetzt Morgenstern und Zweihänderschwert herbei! Da erscheinenzwei Gewaltsgeftalten, die zu solchen Instrumenten wie geschaffensind. Der eine ist das Haupt der Entlebucher, besonders bekanntdurch den glänzenden Zweikampf, worin er vor kurzem einen so-genannten französischen Ringerkönig, der prahlend die stärkstenSchweizer herausgefordert, besiegt hatte. Der andre ist nach ein-stimmigem Urteil die erste Schwingergröße des Enimentals, derseit sieben Jahren auf allen möglichen Plätzen diesen Ruhm ununter-brochen behauptet und dadurch namentlich den Trübern das Über-gewicht über alle übrigen emmentalischen Täler verschafft hatte.Auch von Oberländern und Entlebuchern hatte sich bisher jeder nurzu seinem eigenen Nachteil mit ihm eingelassen. Mit seinem jetzigenGegner und mit unserm Gemsjäger hatte er sich aber noch nieversucht, und heute war der Tag erschienen, der einem derselbenden Ruhm verleihen sollte, als der Erste aus dem Kampfe hervor-zugehen.
Der Entlebucher, obschon durchaus nicht ohne Kunde imSchwingen, hatte dennoch seinen überwiegenden Schwerpunkt inder Stärke, wie es auf den ersten Blick sein ganz aus Löwen-hafte mahnender Körperbau mit sich gab. Der Trüber war wohlebenso stark und sein Leib so gestaltet, daß er für einen Emmen-taler wohl schlank und hoch, für einen Oberländer oder Unter-waldner dagegen noch ganz gewaltig aussah. Nach einem furcht-baren „Kräften" gelang es deni letztern, den Gegner an sichzu ziehen, und nachdem er ihn durch einen Scheinschwnng inber Verteidigung irregeführt hatte, ließ er ihn über seine vorge-haltene rechte Hüfte hinfliegen, daß der Boden vom gewaltigenFall erdröhnte. Zwei saure Gänge blieben unentschieden, da derEntlebucher, rein auf seine Verteidigung bedacht, mit den Armen und