Band 
Fünfter Teil.
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hatten. Diese Krämer besaßen ein gemeinsames Gesellschaftshaus,..rum Ingwer" (woher der Name Jmbergäßlein), und ihreeigene, dem heiligen Andreas geweihte, an kostbarem Kirchen-schmuck überaus reiche Kapelle am heutigen Andreasplatz.

Andere Gassen verdanken ihre Namen einzelnen Häusern,so das Luftgäßchen dem Haus „zum Luft", das Ringgäß-chen dem Haus „zum grünen Ring"; das Schnabelgäßchen,bas Schafgäßchen, das Pfluggäßchen, der Gemsberg,das Grünpfahlgäßch en, das Helmgäßchen, die Greifen-gasse in der kleinen Stadt u. a. m. sind ebenfalls nach Häusernbenannt.

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Wie die Häuser, die innerhalb des heutigen Petersgrabenslagen. anfänglich nur durch einen Pfahlhag („die Spaten") ein-gefriedigt waren, so mag es auch aus andern Seiten der Stadtgewesen sein. Allein in unruhigen Zeiten boten diese Palisaden dochkeinen genügenden Schutz. Da war es Bischof Heinrich von Thun(1215—1231), der Erbauer der ersten Rheinbrücke'), derdie damaligen Vorstädte mit Mauern und Gräben und Türmen um-schloß. Fünf große Tore mit Fallbrücken und zwei kleine Türlein(für die Stiftsherren von St. Peter und St. Leonhard) bildeten denEingang in die Stadt und schlössen sie des Nachts von der Außen-welt ab. Die heutigen „Gräben " s ) vom ehemaligen Schwibbogenzu St. Johann (Seidenhof) bis zum Deutschen Haus bei derWettsteinbrücke zeigen noch den Lauf der einstigen Stadtmauer.

Nahe am Rhein stand das Kreuztor (so benannt nach einemvom Volke abergläubisch verehrten Kreuz in der Mitte der heutigenBorstadt St. Johann), durch das man von außen in die Kreuz-gaste gelangte (jetzt Blumenrain, nach dem Gasthaus „zumBlumen"); dann folgte das ältere oder innere Tor „zu Spalon"")

') Nicht Bischof Burchard (1072—1107).

2 ) St.Johann-, St. Peters-, St. Leonhards-, Steinen- und St. Albangraben.

*) „3 e den Spalon" bei den Pfählen, Palisaden; tor oor Spalon 1361,das heutige Spalentor. Nach Grimm, I). W. 10, Sp. 1845 ist die Spal«