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denn aus eigener Kraft, durch treues Zusammenwirken privater undstaatlicher Opferwilligkeit war die altehrwürdige Kirche zur Auf-nahme all der Altertümer und Kunstgegenstände hergerichtet worden,die uns heute so beredt von vergangenen Tagen erzählen. —
Freilich eine kleine Enttäuschung brachte die Umgestaltungder Kirche für die Nachbarn des Barfüßerplatzes: auf demFirst des Daches ist's seither still und einsam, während früher Jahrfür Jahr ein Storchenpaar sich in luftiger Höhe häuslich nieder-gelassen hatte. Beim Umbau mußte das alte Nest herunter-genommen werden. Wohl brachte man später wieder ein Wagenradauf dem Dache an, um die Ankömmlinge aus dem fernen Südenzur Ansiedelung anzulocken. Umsonst! - Einmal vertrieben, ließensie sich nicht mehr blicken. Die alte Kirche muß ihnen bessergefallen haben! (E ®t. nach Rud Wackernaffel.»
64. Armen und Krankenpflege, Bagantentum undStrafverfahren im alten Bafel.
Es war ein Lichtstrahl aus himmlischen Höhen, als in dieseWelt der Arbeit, der Not und des Jammers die evangelischenWorte drangen: „Kommt her, ihr Mühseligen und Beladenen,ich will euch erquicken." „Wenn deinen Bruder hungert, so speiseihn; dürstet ihn, so tränke ihn; ist er nackend, so kleide ihn!"„Selig sind die Barmherzigen; denn sie sollen Barmherzigkeit er-langen." „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!" Und wie diesesgroße Gebot in dem Gleichnis „vom barmherzigen Samariter"eine herrliche, allen verständliche Erklärung gefunden hat, so istauch die damit verbundene Mahnung Jesu nicht vergessen geblieben:„Gehe hin und tue desgleichen!"
Denn der vom Meister gestreute Same ist in Tausendenseiner Jünger aufgegangen. In der ersten Christengemeinde zuJerusalem bestand kein Unterschied zwischen reich und arm; siehatten alles gemeinsam. Später nahmen die Armenpfleger oderDiakonen den ersten Rang nach den Aposteln selbst ein, und dergroße Paulus brachte zur Zeit einer Teurung die zu Antiochia