Band 
Fünfter Teil.
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gegen Straßenbettel, Verschwendung und Müßiggang erneuert undeinige Zeit strenger gehandhabt; aber das Übel war damit nicht be-seitigt. Endlich glaubte man den Stein der Weisen gefunden zuhaben und Ersparnisse machen zu können, ohne die wirklichenKranken und Schwachen zu verkürzen, und beschloß 1759, eineArbeitsanstalt zu gründen. In der Tat trat diese 1760 ins Leben;Baumwolle und Spinnräder wurden angeschafft, das Spinnen wardin zwei Lokalen des Waisenhauses gelehrt und hier das Materialzum Verarbeiten im Hause abgegeben; allein der gewünschte Erfolgblieb aus. Man forderte Arbeit, ohne doch mehr als vierzehn Batzenwöchentlich zu bezahlen, und wunderte sich noch, daß eine sowohltätige Anstalt von der armen Bevölkerung nicht mehr benütztund gewürdigt wurde.

Die regelmäßige Unterstützung der Armen und die Versorgungder Waisenkinder unter zehn Jahren erfolgte durch das GroßeAlmosen, die spätere bürgerliche Armenpflege,da man es seit 1691auch mit den Funktionen des Waisenamtes betraut hatte.Die Waisen über zehn Jahren überwies man dem Waisenhaus.

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Dieses jetzt so blühende Institut wurde 1666 mit sechsjugendlichen Sträflingen im Steinenkloster eröffnet. Da ver-heerte in den beiden folgenden Jahren eine furchtbare Pestunsere Stadt, die aller ärztlichen Kunst zu spotten schien, indemüber 2000 Menschen dahingerafft wurden. Nun galt es, für150 arme Kinder ein Heim zu suchen. Man wählte dazu dasWaisenhaus, verlegte es aber in die Räume des frühern Kar-täuserklosters im mindern Basel. Zünfte, Gesellschaften undPrivate sollten die nötigen Mittel beschaffen. Weil aber dieseviel zu spärlich flössen, schenkte man dem Hause 1672 die ziemlichbeträchtlichen Fonds des Sondersiechenhauses zu St. Jakob undstellte beide Anstalten unter die Aufsicht der Waisenhausinspektoren.Noch schlimmer als diese Verbindung, die auch das letztere In-stitut zu einem Scheinleben verdammte, war 1728 die Verlegungdes Zuchthauses in dasselbe Gebäude. Da trat 1750 eine

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