Band 
Fünfter Teil.
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Ferner wurden Eingewandert? oder solche, die lange in derFremde gewesen waren, nach dem Volke ihrer Heimat oder ihreslängeren Aufenthaltes benannt. Es entstanden auf diese WeiseNamen wie: Sachse, Franke, Hesse, Schwabe, Schweizer, Elsässer,

u. s. f. Auch die von Ortschaften hergenommenen Namengehören hierher wie z. B. Pratteler, Birsfelder, Buser; oder

v. Erlach, Hauenstein, Lützendorf, Buchheim, Altmühl, Nauendorf;oder die auf Flurnamen zurückzuführenden Namen wie: Brühl,Matt, Moos u. a.

Sodann gab auch die Farbe der Haut oder der Bekleidungden Anlaß zur Benennung der Familie eines Mannes. Daher dieNamen Weiß, Schwarz, Grün, Rot u. s. w. Nicht minder konntedie körperliche Beschaffenheit überhaupt zur Familienbezeich-nung führen, indem Namen entstanden, wie Lange, Klein, Mager,Kurz, Stark, Dick, Bart, Wüst usw. Selbst geistige Eigen-schaften erzeugten ähnliche Namen, wie Spott, Liebknecht,Schreck, Wunderlich, Streit.

Endlich wurden manche mit reinen Spitz- und Schimpf-namen belegt, die an ihnen und ihrer Familie hangen blieben.Sitten und Gewohnheiten, sowie Körpergebrechen boten hierzumeist die Veranlassung. So entstanden die Namen: Langbein,Wendehals, Breitkopf, Breitfuß, Klump, Krummstiefel, Zänker usw.

Aber hiermit ist keineswegs die Weise der Namenentstehungerschöpft; denn der Anlässe zu Familienbenennungen gab es garviele. Indes genügen die aufgeführten Entstehungsweisen fürunsern Zweck, da jedermann nach den gegebenen Beispielen seinenScharfsinn und seine Phantasie ins Spiel setzen kann, um weitereEntstehungsweisen aufzufinden. Alle sind an ihren Familiennamengewöhnt, und die meisten sind so mit ihm verwachsen, daß sie ihnlieb gewonnen haben. Wer jedoch Ursache zu haben glaubt, mitdem seinen nicht zufrieden zu sein, der kann sich wenigstens mitdem Nutzen der Familiennamen im allgemeinen trösten, wozuselbst der garstigste Name sein Teilchen beiträgt.

(Nach 23, Becker.,