2. a) Die Schweiz tut zwar wenig für sie.b) Dennoch lieben sie die Heimat.
3. a) Wie sie jetzt dieser Liebe durch Gaben und Teilnahmebezeugungen
Ausdruck gaben.
b) Wie sie ihr sonst Ausdruck gaben,tt Schluß.
a) Rekapitulation
b) Pathetischer Teil.
c) Beschluß. (R. L. im Berner Schulblatt v. 3. Jan. 188b.)
75. Rede bei der Einweihung des Tell-Denkmals in Altorf
den 28. August 1895.
Urner! Eidgenossen!
Durch die Feier, die wir heute begehen, werden wir zurück-versetzt in die früheste vaterländische Geschichte, zu den bedeut-samen Ereignissen, welche sich um die Mitte und beim Ausgangedes 13. und zu Anfang des 14. Jahrhunderts zugetragen haben.
, Es ist der erste Freiheitsbrief der Urner vom Jahre 1231 undderjenige der Schwyzer vom Jahre 1240, an die wir uns, weilsie die Grundlage späterer fruchtbarer Gestaltungen sind, dankbarerinnern. Ihnen folgte im Jahre 1291 der ewige Bund derdrei Waldstätte, nach dem ruhmreichen Siege von Morgartenneu bekräftigt zu Brunnen am 9. Christmonat 1315.
In diesen Zeitraum fallen auch die denkwürdigen Begeben-heiten, die nicht auf Pergamente geschrieben sind, deren Kenntnisaber durch den Mund des Volles den spätern Geschlechtern istüberliefert worden. Die markanteste Erscheinung aus dieser Zeitist der Held, dessen Denkmal heute enthüllt werden soll.
Wilhelm Tell aus Bürglen war nicht ein Mann des Ratswie Arnold der Meier von Silenen, oder der Freiherr von Atting-hausen. Die Überlieferung meldet auch keine Taten, die er imBunde mit andern vollbracht hätte. Vor dem Auflaufe in Al-torf wird sein Name überhaupt nicht genannt. Dann aber folgendie Ereignisse Schlag auf Schlag: nach der Verweigerung derReverenz vor dem Geßlerhut der Apfelschuß, die Fesselung und