Band 
Fünfter Teil.
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Wir danken Ihnen dafür, hochverehrter Meister, wie für alles,was Sie zur Freude der Menschen und zum Stolz Ihres Vater-landes hervorgebracht haben.

Möge dem mit so reichen Früchten gesegneten Herbst IhresLebens noch lange eine freundliche Sonne leuchten!

Namens des schweizerischen BundesratesDer Bundespräsident:Deucher.

Der Kanzler der EidgenossenschaftRingier.

79. Beileidschreiben

öes jchweiz. Bundesrates an die Witwe des Dichters Lonrad Ferdinand Meyer.

Bern, den 29. November 1898.

Hochverehrte Frau!

Die Trauerkunde von dem Hinschiede Ihres hochverehrtenGatten, die in diesen Tagen in allen Gauen der Schweiz auf-richtigen Schmerz und lebhafte Teilnahme erweckt hat, ist zwarnicht unvorbereitet gekommen. Aber sie hat uns doch tief gerührt.Wir erinnern uns dabei dankbar alles dessen, was der edle Ver-storbene seinem Vaterlande gewesen ist, und fühlen uns ver-pflichtet, Ihnen gegenüber diesen Dank zum Ausdruck zu bringen.Es kann nicht unsere Aufgabe sein, das Schöne zu würdigen, dasKonrad Ferdinand Meyer auf dem Gebiete der Literatur ge-schaffen, und dem Meister des Stils, dessen greiser Hand nun-mehr die Feder entfallen ist, einen Nachruf zu halten. Aber daswollen wir nie vergessen, daß er literarische Denkmäler der Ge-schichte und insbesondere auch der Vergangenheit unseres Landesaufrichtete, bei deren Gestaltung er seine historischen Forschungendurch den Hauch der Dichtkunst verklärte und so, mehr als demstrengen Historiker beschieden ist, Personen und Tatsachen frühererZeiten dem Bewußffein der Gegenwart näher brachte. Das An-denken des Geisteshelden, der sich so große Verdienste erworben,wird im Gedächtnis der Mit- und Nachwelt bis in die fernste

Zukunft fortleben.

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