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Hildebrand der alte stürzt’ auf die Königin,
Sein Schwert flog zum Schlage schmetternd auf sie hin.Hildebrand wohl stund ihr zu bittrem Dienste bei.
Was mochte da ihr nutzen ihr furchtbarer Schreckensschrei?
Da und dort umherlag all der Toten Leib:
Zu Tode lag erschlagen das königliche Weib.
Fürst Dietrich und Etzel, wie haben sie geweint!
Freund’ und treue Helden beklagten sie im Schmerz vereint.
Ihr Ruhm und ihre Ehre lag im Staube tot,
Die Leute hatten alle Jammer nur und Not.
Mit Leide kam des Königs Ehrenfest zum Schluß,
Wie ja stets auf Freude zuletzt das Leiden folgen muß.
Ich sag’ euch nun nicht weiter, was seither geschah,Als daß man holde Frauen und Ritter weinen sahMit den edlen Knappen, daß alle Freunde tot.
Hier hat das Lied ein Ende: das ist der Nibelungen Not.(Umdichtung von Ludwig Freytag; Inhaltsangabe nach L. UhlandErnst und Tewes, Lesebuch III.)
101. Gyptis und Noreswan.
(Au» helvetischer Pfahlbauzeit.)
1. Es war vollbracht,
Geschlagen die Schlacht
Bei Bibrakte, die blutige Völkerschlacht,Zu Boden lagen der Elk und der Ur,Besiegt vorn römischen Adler.
Der Römer gebot an der Aar’ und Thür,Vorn Rhodanus bis zum RheineUnd stürzte die OpfersteineIm heiligen Eichenhaine.
2. Nur Zinzibils Sohn, Winidumar,
Blieb unbesiegt vorn römischen Aar.
Er baute sein Haus auf schwankem PfahlAm See hoch oben im Juratal,