Band 
Fünfter Teil.
Seite
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13. Auf schlug er seinen Mantel weich:

„Ich trage der Goten Hort und Reich!

14. Und habt ihr gerettet Speer und Krön’,

Ich habe gerettet des Königs Sohn!

15. Erwache, mein Knabe! Ich grüße dich,

Du König der Goten, — Jung Dieterich!“ (Felix bahn.)

115. Rolands Schwanenlied (779).

1. König Karl, der hielt ein Mahl mit SchallIm Schlosse zu Paris,

Als auf der Jagd von RoncevalRoland sein Leben ließ.

2. König Karl sprang auf in Angst und Zorn,

Er horchte lang und tief:

„Mir ist, als hört’ ich Rolands Horn,

Das fern um Hilfe rief.

3. „Mir ist, als hört’ ich Olifant,

Es hallt aus der spanischen Mark,

Es hallt herüber aus MohrenlandGewaltig und zauberstark.

4. Am Ebro kämpft mein werter Pair,

Der Ritter von Angland,

Und wenn er dort erschlagen wär’,

Dann sei mir Gott zur Hand!“

5. Und tiefe Stille brach hereinVon wetterschwüler Art,

Es biß Herr Karl in banger PeinDen stolzen Silberbart.

6. Da klang es herüber zum zweitenmal,

Es klang nicht leis’ und lind,

Es schmetterte durch den KönigssaalWie rasender Wirbelwind.