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7. Und als zum dritten das Horn erscholl,
Da borsten Gewölb’ und Wand,
Da sank der Humpen, Weines voll,
Dem König aus der Hand.
8. Und wie der Ruf durch Hall’ und TurmZum drittenmal gegellt,
Da hatte des Ritters AtemsturmDas silberne Horn zerschellt.
9. Und wie der Klang nun himmelwärtsAls Todesröcheln verbraust,
Da hob Herr Karl in tiefem SchmerzDie stahlbewehrte Paust:
10. »Heus ist gefallen ein teurer Held,
Das sei dem Himmel geklagt!
Ihn haben die Heiden mit List umstellt,
Mit List zu Tode gejagt!“
11. Das war Graf Rolands letzter Schrei,
Er kam aus fernem Süd.
Wohl singt sich nimmer ein Ritter freiSolch donnerndes Schwanenlied.
(Moritz Graf von Stracliwitz.)
116. Heinrich von Toggenfourg.
1. Herr Heinrich, Graf von Toggenburg,
Macht manchen scharfen Ritt;
Doch wie ein Schatten reitet stetsDes Herzens Unrast mit.
2. „Ich verstieß mein Gemahl! Ich erschlug im ZornMeinen Knappen im tiefen Tann!
Verloren hab’ ich das treu’ste Weib,
Verloren den treu’sten Mann!
3. Ich stiftete der Messen viel;
Mit Muschelhut und Stab,