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Doch aus des Jammers bittrer FlutAuf bäumt sich jäh sein Mannesmut.
Vorn Pfluge löst er flink die Schar,
Erschlägt das frevle Rappenpaar.
„Gott, laß mich du zum Rechten sehn,
In Ehren stehn, oder untergehn!“
3. Doch wie er blickt zum Himmelszelt,
Hat ihn der Knechte Troß gefällt,
Führt ihn dem Herrn zu, schwer gebunden;
Der will an seinem Spott gesunden:
„Chaldar, nun sagt mir, daß Ihr logt!
Ein Lug ist Euer Losungswort;
Doch macht’s Euch Lust ... so lügt nur fort!“— „Ja, noch gelob’ ich’s, Herr und Vogt.,Solang in mir das Herz noch wogt.
Laß, wenn du willst, mich untergehn;
Beim Volk werd’ ich in Ehren stehn.“
4. Der feuchte Kerker kühlt das Blut,
Der feuchte Kerker knickt den Mut.
In dem Verliese zu Fardün
Ward nie ein Hoffnungsblättchen grün.
Dort hofft und welkt Johann Chaldar.
0, wie die Wochen träge fließen,
Im trägen Fluß die Sorgen sprießen!
Doch endlich bringt der Freunde ScharIhr letztes Gut als Lösgeld dar,
Die sich als Wahlspruch ausersehn:
„In Ehren stehn, oder untergehn!“
5. Von seiner Kinder Glück umblüht,
Chaldar der Freiheit Odem zieht,
Und aus des Herzens neuer FülleWächst ihm empor der alte Wille.
Und füllt sich auch der Napf nur karg,
Noch lebt in ihm des Mannes Mark,